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Sepp Blatter
Joseph Blatter meldet sich in der WM-Affäre zu Wort © Getty Images

Joseph Blatter meldet sich in der WM-Affäre zu Wort. Der suspendierte FIFA-Chef widerspricht Wolfgang Niersbach. Er habe Franz Beckenbauer nicht um Geld gebeten.

Der vom Amt des FIFA-Präsidenten suspendierte Joseph S. Blatter hat sich in die Affäre um die WM 2006 eingeschaltet und Aussagen von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach über den angeblich pikanten Inhalt eines Vier-Augen-Gesprächs mit Franz Beckenbauer widersprochen.

"Ich habe niemals Geld von Beckenbauer verlangt. Jamais de la vie. Nie im Leben", sagte der 79-Jährige im Gespräch mit der Zeitung Schweiz am Sonntag.

Niersbach hatte auf einer Pressekonferenz am Donnerstag unter Bezug auf ein Gespräch mit dem damaligen WM-Chef Franz Beckenbauer mitgeteilt, dass der damalige Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus für das deutsche WM-OK aus Privatgeldern umgerechnet 6,7 Millionen Euro an die FIFA überwiesen habe.

Die Zahlung war laut Niersbach eine Bedingung der FIFA für einen späteren Zuschuss des Weltverbandes zu den Organisationskosten des WM-OK in Höhe von 170 Millionen Euro.

"Das stimmt einfach nicht", sagte Blatter. Weder von Beckenbauer noch vom DFB habe er Geld gefordert. 

Unterdessen scheint der Rückhalt für Niersbach in Deutschland zu bröckeln. Einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge soll der Deutsche Fußball-Bund intern bereits nach einem möglichen Nachfolger für den DFB-Boss suchen.

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