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Rolf Hocke (r.) ist seit 1997 Präsident des Hessischen Fußball-Verbandes © Getty Images

Nach der Steuer-Razzia in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) fordert die Basis des Weltmeister-Verbandes sofortige Maßnahmen zur Krisenbewältigung.

"Ich erwarte von den Verantwortlichen im Präsidium zum Beispiel die Einberufung einer außerordentlichen Vorstandssitzung", sagte Rolf Hocke (73), Präsident des Hessischen Fußball-Verbandes, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Die Probleme müssten "an der Wurzel gepackt werden", sagte der frühere DFB-Vize, der sich aber nicht zu einem eventuellen Rücktritt des taumelnden DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach (64) äußerte: "In jedem Fall dürfen wir nicht weitere vier Wochen ins Land gehen lassen. Wir werden alle in einen Pott geworfen. Je länger das alles dahindümpelt, desto größer wird der Schaden für den Fußball."

Am Dienstagmorgen hatten Steuerfahnder neben der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main auch das Privatanwesen von Niersbach sowie von dessen Vorgänger Theo Zwanziger und vom ehemaligen DFB-Schatzmeister Horst R. Schmidt durchsucht.

Der Verdacht lautet auf Steuerhinterziehung in einem "besonders schweren Fall". Es geht um die dubiose Zahlung von 6,7 Millionen Euro, die angeblich an den Weltverband FIFA gegangen sein soll, deren Verwendungszweck weiter aber völlig offen ist.

Hocke sprach von einer "unsäglichen Geschichte: Mir ist beim Frühstück das Messer aus der Hand gefallen. Da ist ja kaum noch eine Steigerung möglich zu dem, was wir schon erfahren mussten."

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