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Barcelona spielte nach der Verletzung von Jeremy Mathieu das Pokalspiel zu zehnt zu Ende © Getty Images

Nachdem sich Jeremy Mathieu verletzt, bringt Barca sein Pokalspiel gegen Villanovense zu zehnt zu Ende - und das, obwohl Trainer Enrique noch zweimal wechseln dürfte.

Der FC Barcelona hat beim 6:1-Torfestival in der vierten Runde der Copa del Rey gegen Drittligist CF Villanovense für ein Kuriosum gesorgt.

Nachdem Barcas französischer Außenverteidiger Jeremy Mathieu den Platz zehn Minuten vor Spielende mit muskulären Problemen verlassen hatte, brachte der Tabellenführer der spanischen Primera Division die Partie zu zehnt zu Ende - und das, obwohl Trainer Luis Enrique erst einen Wechsel vorgenommen hatte.

Neben dem 20-jährigen Gerard Gumbau, den Enrique zur zweiten Halbzeit für Dani Alves eingewechselt hatte, saßen Torwart Claudio Bravo sowie die Superstars Andres Iniesta, Luis Suarez und Neymar auf der Bank der Katalanen.

FC Barcelona v Villanovense - Copa Del Rey
Sandro Ramirez (M.) glänzte im Rückspiel gegen Villanovense mit drei Toren © Getty Images

Nach dem 0:0 im Hinspiel war Enrique beim Stand von 6:1 aber wohl das Risiko zu groß, dass sich einer der großen Namen eine Verletzung zuziehen könnte.

Stattdessen zog der Barca-Coach Javier Mascherano aus dem Mittelfeld zurück in die Abwehr und stellte Marc Bartra für Mathieu auf die defensive Außenbahn.

Entscheidung nicht unumstritten

"Ich habe entschieden, bei Mathieu nichts zu riskieren. Ich weiß, dass ich noch hätte wechseln können, aber das war es nicht wert. Die Spieler auf der Bank waren kalt und ich muss das Wohl meiner Mannschaft im Blick haben", erklärte Enrique seine außergewöhnliche Entscheidung.

Bei den Fußballfans stieß diese Entscheidung auf geteiltes Echo. Auch die SPORT1-User diskutierten bei Facebook, ob das dem Fairplay entspreche. Der FC Bayern hätte bei einer ähnlichen Entscheidung in Deutschland sich Kritik anhören müssen, hieß es unter anderem. Andere User verteidigten dagegen dagegen Enriques Vorgehen und verwiesen auf die fortgeschrittene Dauer des Spiels.

Auf das Ergebnis hatte die Unterzahl keinerlei Auswirkungen: In den letzten zehn Minuten fielen keine Tore mehr, Barca zog durch das deutliche 6:1 souverän ins Pokal-Achtelfinale ein.

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