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Joseph S. Blatter stellt sich am Donnerstag den Fragen der Ethikkommission
Sepp Blatter wird gegen eine mögliche Verurteilung durch die Ethikkommission vorgehen © Getty Images

Sollte der derzeit suspendierte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter von der Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes in der kommenden Woche verurteilt werden, wird der Schweizer alle juristischen Mittel gegen das Urteil ausschöpfen.

"Selbstverständlich", antwortete Blatter auf eine Frage in einem Spiegel-Interview, ob er bei einer Verurteilung vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen würde: "Ich werde durch alle juristischen Etappen gehen. Ich werde kämpfen".

Blatter räumte zwar ein, "Fehler gemacht" zu haben, er sieht sich aber weiterhin als Opfer einer "Hexenjagd". Er habe nie Geld genommen, das er nicht verdient habe, so der 79-Jährige: "Trotzdem werde ich vorverurteilt. Das ist Inquisition. Das ist böse. Fast hätte man mich damit umgebracht."

Seine 90-Tage-Sperre für alle Funktionen im Fußball kann Blatter weiterhin nicht nachvollziehen. "Was mit mir passiert, ist falsch. Man kann im Fußball Spieler, Trainer, Schiedsrichter suspendieren, aber doch nicht den Präsidenten der FIFA. Das geht nicht", sagte Blatter.

Der Schweizer räumte immerhin zwei Fehler ein. "Mein größter Fehler ist, dass ich ein viel zu vertrauensvoller Mensch bin. Ein zweiter: dass ich 2011 nicht darauf gedrängt habe, dass der Integritätscheck für alle FIFA-Exekutivkomiteemitglieder durchkommt", sagte Blatter.

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