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Das Maracana gammelt vor sich hin
Das Maracana gammelt vor sich hin © Getty Images

Vom Maracana-Stadion in Rio de Janeiro gibt es in dieser Woche erneut schlechte Nachrichten. Dabei beginnt am Wochenende in Brasilien der Ligabetrieb.

Der Verfall des Maracana-Stadions in Rio de Janeiro hat einen neuen Tiefpunkt erreicht.

Am Schauplatz des deutschem WM-Triumphes 2014 wurde nach Informationen der Welt in dieser Woche der Strom abgeschaltet. Der Grund: Stromrechnungen von rund 900.000 Euro wurden nicht bezahlt. Dafür sind die Betreibergesellschaft auf der einen und das Organisationskomitee der Olympischen Spiele auf der anderen Seite verantwortlich.

Das altehrwürdige Stadion gleicht inzwischen ohnehin einer Mülldeponie. Unzählige Sitzschalen im weiten Rund wurden herausgerissen, Rasen und Tornetze haben nicht mal mehr das Niveau von gehobenen Amateursportplätzen. Zudem wurden Feuerlöscher, TV-Geräte und Schläuche gestohlen.

"Wir haben mit dem Stromanbieter einen separaten Vertrag", sagte ein Sprecher des Olympia-OK: "Sie schulden uns noch Sponsorengelder, wir schulden ihnen Geld für Strom." Eine Einigung sei allerdings in Sicht.

Am Wochenende startet in der brasilianischen Liga der Spielbetrieb. Flamengo Rio de Janeiro absolviert normalerweise einige Heimspiele im Maracana, wird nun aber wohl erstmal im Jose-Bastos-Padilha-Stadion auflaufen.

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