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Real Madrid blamiert sich im Heimspiel gegen Betis Sevilla und verpasst einen Weltrekord. Kapitän Sergio Ramos spricht warnende Worte.

Die ganze Hilflosigkeit von Real Madrid zeigte sich in der 72. Minute.

Plötzlich standen zwölf königliche Spieler auf dem Platz, bis Schiedsrichter Mateu Lahoz durchzählte und dem Spuk ein Ende bereitete.

Die kurzfristige numerische Überlegenheit nutzte Real nichts: Das 0:1 (0:0) gegen den Außenseiter Betis Sevilla beim Comeback von Cristiano Ronaldo war ein Schock, der Superstar stapfte wutentbrannt in die Kabine.

Der letzte Klub, der gegen Real zuvor die Null hielt, war Manchester City beim 0:0 am 26. April 2016 im Halbfinal-Hinspiel der Champions League.

Beim Sieg gegen Real Sociedad San Sebastian am vergangenen Spieltag hatte Real Madrid den Weltrekord von Santos egalisiert.

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Zidane mitgenommen

Wie es ihm gehe, wurde Trainer Zinedine Zidane nach dem Spiel gefragt.

"Schlecht", sagte der Franzose mit blassem Gesicht. Kein Wunder: Nach 512 Tagen und 73 Pflichtspielen mit mindestens einem Tor war die Weltrekordserie gerissen, Real hält die Bestmarke nun weiter mit dem FC Santos um Fußball-König Pele. 

Und, schlimmer noch: Der Rückstand auf den Erzrivalen FC Barcelona an der Tabellenspitze beträgt nun sieben Punkte - nach fünf Runden!

Barcelona zieht davon

Nie wurde Real in solch einer Konstellation noch spanischer Meister. "Der Start ist im Arsch", klagte Sergio Ramos, der Kapitän war "bekümmert und alarmiert". Mit ihren acht Zählern belegen die Königlichen gerade einmal den siebten Tabellenplatz.

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Präsident Florentino Perez sah sich genötigt, in die Kabine zu eilen, wo er den geknickten Stars laut Zidane Mut zusprach. "Wir müssen uns weder um Ronaldo noch um die Mannschaft Sorgen machen", betonte der Coach.

Der Portugiese war jedoch das Sinnbild eines verkorksten Abends: Nach Ende der Fünf-Spiele-Sperre sprühte er vor Ehrgeiz, gab zwölf Torschüsse ab - doch keiner fand sein Ziel. "So ist der Fußball", haderte Zidane, "manchmal will der Ball einfach nicht rein."

Katalanische Presse schadenfroh

Die katalanische Presse reagierte erwartungsgemäß mit Schadenfreude. "Plumps", titelte Sport zu einem Foto, das Ronaldo im Sturzflug zeigt.

Bei Mundo Deportivo schlug der Weltfußballer auf Seite eins wütend auf den Rasen, darüber durfte Kataloniens Nationalheiliger Lionel Messi jubeln. Neun Treffer hat der Argentinier bereits erzielt - so viele wie alle Real-Spieler zusammen.

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67 Torschüsse gaben Ronaldo, Toni Kroos und Co. in drei Heimspielen im Estadio Santiago Bernabeu ab.

Mickriger Ertrag: drei Tore, kein Sieg. Das gab es zuletzt im April 2011. Gegen Betis scheiterte Dani Carvajal am Außenpfosten (56.), Kroos am überragenden Torhüter Antonio Adán (65.), einem Ex-Real-Profi.

Marcelo verletzt

Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Außenverteidiger Marcelo.

Dass in Antonio Sanabria ein ehemaliger Barça-Spieler Reals Schicksal in der vierten Minute der Nachspielzeit besiegelte und Betis den ersten Sieg in Madrid seit 1998 bescherte, war eine passende Pointe.

"Wir haben gerade erst angefangen, lasst uns weiter arbeiten. Wir werden bessere Tage haben", versuchte Zidane zu beschwichtigen.

Ramos meinte: "Es ist ein Kapitel des Buches, aber es ist noch nicht das Ende des Buches."

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