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Kevin Trapp, Zlatan Ibrahimovic, Paris St. Germain
Will zusammen mit Zlatan Ibrahimovic (r.) in die europäische Spitze vordringen: Kevin Trapp (l.) © Getty Images

Paris - Kevin Trapp fiebert seinem Debüt in der Ligue 1 entgegen, von seinem neuen Verein Paris St. Germain wird ein Durchmarsch erwartet. Die Konkurrenz ergibt sich bereits vor dem Start.

Kevin Trapp muss sich vorkommen wie im Fußball-Wunderland. Das Starensemble des Millionen-Klubs Paris Saint-Germain, ohnehin gespickt mit Superstars aus aller Welt, hat am Donnerstag weiteren Zuwachs bekommen.

Nach der Verpflichtung des argentinischen Vizeweltmeisters Angel Di Maria hat der Rest der Ligue 1 die verzweifelte Jagd auf das Team des ehemaligen Frankfurter Keepers schon aufgegeben.

"Der Meistertitel könnte schon im Februar vergeben sein", meinte Rolland Courbis, Trainer von HSC Montpellier vor dem Liga-Auftakt in Frankreich: "Die spielen inzwischen auf einem anderen Planeten."

Und in dieser Umlaufbahn fühlt sich Trapp nach seinem spektakulären Wechsel vom Main an die Seine pudelwohl. Zwar steht sein Einsatz im ersten Ligaspiel am Freitagabend beim OSC Lille (ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) noch nicht endgültig fest, aber der 25-Jährige sagt: "Ich bin topfit." Das Selbstbewusstsein ist im ganzen Klub riesig.

Konkurrenz ist geschockt

Und damit die Mannschaft von Laurent Blanc in der kommenden Saison nicht nur die Liga dominiert, sondern auch um den Titel in der Champions League mitspielt, hat PSG eben in Di Maria  den nächsten Superstar in die Hauptstadt Frankreichs gelockt.

Der Transfer des Argentiniers von Manchester United für rund 63 Millionen Euro hat die Ziele des Vereins nicht gerade gesenkt. "Mit der Verpflichtung von Angel Di Maria hat Paris St. Germain seinen Anspruch unterstrichen, den europäischen Fußballgipfel zu erklimmen", frohlockte Vereinspräsident Nasser Al-Khelaifi.

Schon jetzt präsentieren sich die Pariser in beeindruckender Verfassung - die Konkurrenz ist geschockt. Olympique Lyon, in der Vorsaison mit acht Punkten Rückstand noch ärgster Verfolger hat nach einer "beunruhigenden" Vorbereitung den Titel fast schon aufgegeben. Beim 0:2 im Supercup gegen Paris war der frühere Serienmeister chancenlos.

Großer Aderlass bei Monaco und Marseille

Fürstenklub AS Monaco verkaufte in Nationalspieler Geoffroy Kondogbia (Inter Mailand, 40 Millionen Euro), Yannick Ferreira Carrasco (Atletico Madrid, 20) und Lucas Ocampos (Olympique Marseille, 7,5) sein Tafelsilber. Und auch Marseille muss einen großen Aderlass verkraften.

Ganz anders PSG, das nach der Auflockerung seiner Sanktionen wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play der UEFA wieder ungehemmt Geld in den Markt pumpte. Dass der Königstransfer Di Maria bereits am 1. Spieltag aufläuft, ist aber unwahrscheinlich - obwohl Ibrahimovic mit einer Knieblessur ausfällt.

Er wolle dazu beitragen, dass PSG kommende Spielzeit auch in der Königsklasse zum Titelanwärter wird, sagte Di Maria: "Wir wollen in der Champions League so weit wie möglich kommen." Und auch Blanc zeigte sich vor dem Auftakt optimistisch: "Die Spieler haben das Verlangen, sich weiterzuentwickeln und Titel zu gewinnen."

PSG zahlt im Schnitt das höchste Gehalt

Ganz oben ist PSG bereits beim finanziellen Aufwand angekommen.

Der Klub, der von einer katarischen Investmentgruppe geführt wird, zahlt seinen Profis im Schnitt das höchste Gehalt aller Sportteams weltweit. Mehr als 7,5 Millionen Euro überweise PSG seinen Spielern durchschnittlich pro Jahr, errechnete "Sporting Intelligence" - wohlgemerkt vor den Pariser Sommertransfers von Serge Aurier (Lyon, 10 Millionen), Benjamin Stambouli (Tottenham Hotspur, 8,5), Trapp (Frankfurt, 9,5) und nun Di Maria.

"Wenn ihre Maschine gut geölt ist und sie in Topform sind, wird es immer schwerer", sagte Herve Renard, Trainer von Auftaktgegner Lille über das neue Fußball-Wunderland von Trapp.

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