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Gerald Ehrmann (r.) formte Kevin Trapp beim 1. FC Kaiserslautern zum Bundesliga-Keeper © SPORT1-Grafik: Getty Images

München - Die Situation von Kevin Trapp bei Paris Saint-Germain ist nach seiner Ausbootung unbefriedigend. Jetzt spricht Förderer Gerald Ehrmann bei SPORT1 über seinen Ex-Schützling.

Nach einer guten ersten Saison beim französischen Erstligisten Paris Saint-Germain sitzt Kevin Trapp seit einem Monat dort auf der Ersatzbank. Verantwortlich dafür ist der neue PSG-Coach Unai Emery.

Nachdem der frühere Bundesliga-Torwart Timo Hildebrand bei SPORT1 Trapp nahegelegt hatte, Konsequenzen aus der Situation zu ziehen, meldet sich nun auch Trapp-Entdecker Gerald "Gerry" Ehrmann zu Wort.

"Für Kevin ist das eine sehr unglückliche Situation", sagt Ehrmann im Gespräch mit SPORT1. "Er hat das ganze erste Jahr eigentlich gute Leistungen gebracht. Also kann das nicht der Grund sein, warum ihn der Trainer rausgenommen hat."

Regelmäßig Kontakt zu Trapp

Ehrmann telefoniert noch regelmäßig mit Trapp und kennt das Gefühlsleben des 24-Jährigen genau. "Ich habe immer engen Kontakt zu meinen früheren Torhütern. Kevin ist natürlich sehr enttäuscht."

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Trapp habe "keine wirkliche Begründung" für die Ausbootung bekommen, meint Ehrmann, der Trapp zwischen 2008 und 2012 bei den FCK-Profis trainierte. 

"Die Begründung war die, dass der Kevin auf dem Platz zu wenig und zu leise gesprochen habe. Aber das ist Quatsch."

Schmunzelnd fügt Ehrmann hinzu: "Er wurde quasi höflich verabschiedet."

"So eine Situation gehört dazu"

Gibt das Trapp jetzt einen Knacks? Ehrmann glaubt es nicht: "So hart das auch ist, so eine Situation gehört leider auch zu einer Persönlichkeitsentwicklung dazu. Jetzt muss der Junge gucken, wie er da rauskommt."

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Ob das in Paris noch möglich ist? Hildebrand glaubt an einen baldigen Wechsel von Trapp. Auch Ehrmann vertritt diese Sicht. "Sollte sich in naher Zukunft an Kevins Situation nichts ändern, dann muss er wechseln."

Etwas Gutes habe diese Situation im Falle eines Vereinswechsels. "Jetzt ist es einfacher, zu einem großen Klub in der Bundesliga oder im Ausland zu wechseln, weil Kevin von Paris kommt und international gezeigt hat, dass er die jetzige Situation geregelt bekommt."

Ehrmann ist sicher: "Er wird daran nicht zerbrechen. Im Gegenteil. Er wird daraus vielleicht sogar gestärkt hervorgehen."

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