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Jürgen Klopp verlor mit dem BVB 2013 im Londoner Wembley-Stadion das Champions-League-Finale gegen den FC Bayern © Getty Images

Jürgen Klopp hört auf bei Borussia Dortmund - und nicht nur die Fußballnation Deutschland ist aufgrund dieser Nachricht in Aufruhr.

Die nationalen und internationalen Erfolge, die Klopp mit dem BVB erzielt hat, haben den Coach weltweit bekannt und zum Kandidaten bei diversen europäischen Top-Klubs gemacht.

Vor allem in der Premier League wird Klopp heiß gehandelt, als möglicher Nachfolger von Arsene Wenger beim FC Arsenal oder von Manuel Pellegrini bei Manchester City - auch wenn das aus City-Kreisen dementiert wird.

Nicht zuletzt deshalb haben vor allem die englischen Medien Klopps Aus viele Berichte gewidmet - und auch zahlreiche Analysen, ob Klopp einer wäre für die noch immer renommierteste Liga der Welt.

SPORT1 hat Pressestimmen gesammelt.

Daily Mail: "Wie Pep Guardiola und Jose Mourinho hat Klopp sich in den Rang der Kulttrainer erhoben. Er ist weit offener als Guardiola und offenbar weniger berechnend als Mourinho - wobei das natürlich auch eine Berechnung ist. Obwohl Dortmund viel mehr als Klopp ist, schien es zeitweise die schiere Macht seiner Persönlichkeit zu sein, die diesen Klub getragen hat. Er wirkt in vielerlei Hinsicht für die Premier League gemacht. Wenn man sich die Unerbittlichkeit und die Arbeitswut seiner Teams ansieht, dürfte er keine Probleme haben, den 'Ausländertest' der Premier League zu bestehen: eine nasse, windige Nacht in Stoke."

Sky Sports: "Die jüngsten Enttäuschungen mit Dortmund haben Klopps Ruf außerhalb Deutschlands erstaunlich wenig beschädigt. Nachdem Diego Simeone bei Atletico Madrid verlängert hat, könnte Klopp der einzig verfügbare Trainer sein, der den Traum verkörpert, dass jeder Klub mit Substanz mit den Besten mithalten und sie schlagen kann. Die Bundesliga-Niederlagen gegen Hannover und Hamburg kann man vergessen, aber die Siege in der Champions League über Real Madrid, Manchester City und Arsenal bleiben etwas länger in Erinnerung - auch deshalb weil genau diese drei Klubs die Wettfavoriten darauf sind, Klopps nächster Arbeitgeber zu sein."

Alternative Idee eines britischen AFP-Journalisten:

Guardian: "Aus dem Etihad Stadium heißt es, dass jedes Gerücht um City und Klopp ignoriert werden sollte. Die Klubführung lässt damit womöglich jemanden an sich vorbeiziehen, der ein Top-Kandidat wäre, ein Team zu führen, dessen Heiliger Gral die Champions League ist. Klopp hat Dortmund in sieben Jahren zu einem Klub geformt, der hausgemachte Stars wie Mario Götze und Marco Reus am Fließband produziert. Klopp hat Bayerns finanzielle Muskeln zweimal besiegt und die Deutsche Meisterschaft geholt, City kann also keinen Zweifel haben, dass Klopp ein A-List-Trainer ist. Aber als eigensinniger Coach, der vor Charisma strotzt und auch mal aus der Parteilinie ausschert, passt der leicht erregbare Deutsche vielleicht nicht in die Vision der Leute aus Abu Dhabi."

Jürgen Klopp Brian Clough
Brian Clough gewann 1979 und 1980 mit Nottingham den Europapokal der Landesmeister © Getty Images

Telegraph: "Sehen Sie sich ein Video an, wie Klopp nach einem Sieg in der vergangen Saison Marian Sarr, einen jungen Verteidiger, erst ohrfeigt und dann umarmt: Es ist schwer, da nicht ein bisschen was von Brian Clough zu erkennen (legendärer Meistertrainer bei Derby County und Nottingham Forest, d.Red.). Klopp hat Charisma und Star-Qualitäten. Er macht Spaß, er strahlt ein bisschen Verrücktheit aus und er liebt eindeutig das Leben. Er weiß ganz sicher, wie man Leute inspiriert. Als er in Dortmund antrat, war es sein Ziel, Denkwürdiges zu schaffen. Er hat es vollbracht und hat alle Voraussetzungen, das auch in England zu tun."

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