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In England kommt es zwischen Arsenal und ManUnited zum Duell der Weltmeister. Schweinsteiger trifft auf Özil und Mertesacker, der von den United-Fans verspottet wird.

Die Fans von Manchester United können den Gipfel der Weltmeister kaum erwarten und schießen sich vorab schonmal verbal auf den Gegner ein.

"Das wird, als wolle ein 92-Jähriger eine Fliege im Flug fangen", schreiben sie bei Twitter, ihr 50-Millionen-Stürmer Anthony Martial werde Per Mertesacker vom FC Arsenal "eine neue Hüfte verpassen".

Nach dem Spiel werde der deutsche Verteidiger sich "unter dem Rasen verstecken und aus dem Stadion taumeln".

Blamage noch nicht verdaut

Dementsprechend steht Mertesacker überhaupt nicht der Sinn nach Freundschaftspflege mit seinem Weltmeister-Kollegen Bastian Schweinsteiger - zu tief sitzt noch die 2:3-Blamage gegen Olympiakos Piräus in der Champions League.

"Wenn wir so spielen, ohne Konzentration und Disziplin, haben wir keine Chance", sagte der 31-Jährige vor dem Topspiel der Premier League im heimischen Emirates Stadium am Sonntag. "Es wird dauern, bis wir uns von dieser inakzeptablen Niederlage erholt haben."

Wenn es mal wieder nicht läuft bei den Gunners, ist es immer einfach, auf Per Mertesacker oder Mesut Özil rumzuhacken. Weil es eben manchmal etwas hüftsteif und langsam aussieht, wie der 1,98 m große Weltmeister verteidigt - und weil der hoch veranlagte Özil dann manchmal seltsam unbeteiligt bis phlegmatisch wirkt.

Heftige Schlagzeilen

Schlagzeilen wie "Euro-Müll" oder "Griechische Tragödie" tun ihr Übriges.

Manchester United ist seit dem vergangenen Samstag Tabellenführer der Premier League, allerdings bekleckerten sich Schweinsteiger und Co. in der Champions League auch nicht gerade mit Ruhm.

United könne "dem Himmel danken", dass es die Schlussoffensive des VfL Wolfsburg überstanden habe, schrieben die Manchester Evening News nach dem 2:1 vom Mittwoch. Zuvor hatte der Rekordmeister sensationell bei der PSV Eindhoven verloren.

Weltmeister-Plausch muss warten

Schweinsteiger "freut sich sehr" auf die Begegnung mit Mertesacker und Özil, er fühle sich an vergangene Partien zwischen Bayern München und Werder Bremen erinnert. Rührselige Gedanken an den gemeinsamen WM-Triumph von Rio de Janeiro sollen aber nicht ausgetauscht werden: "Richtig unterhalten werden wir uns erst wieder in der folgenden Länderspielpause."

Schließlich ist auch Schweinsteiger nicht ganz sorgenfrei. Er spiele zu lässig für sein Kaliber, urteilte die Presse im derzeit erstaunlich sonnigen London. Zudem erntete er nach dem Wolfsburg-Spiel sogar Kritik von seinem erklärten Lieblingstrainer Louis van Gaal ("Er war nicht gut").

Und so bleibt abzuwarten, wer nach dem Duell der Weltmeister die Schlagzeilen dominieren wird - positiv wie negativ.

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