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München - Sechs Wochen nach seinem Aus beim FC Chelsea bricht Jose Mourinho sein Schweigen. Der Starcoach kündigt ein schnelles Comeback an - und mutiert zum "Humble One".

Sechs Wochen nach seiner Entlassung beim FC Chelsea hat Jose Mourinho seine Funkstille beendet - und sein baldiges Comeback angekündigt.

Im Interview mit dem Magazin GQ, für das der Starcoach in Schweden einen neuen Sportwagen getestet hat, erklärte er, seine unfreiwillige Auszeit momentan nicht wirklich zu genießen.

"Nein, das macht mir keinen Spaß. Ich kann meine Familie und meine Freunde um mich haben, das ruhige Leben, das ich mag, genießen - und meinen Fußball dazu. Ich kann all das gleichzeitig haben und muss nichts davon aufgeben", meinte Mourinho.

Und weiter: "Um wirklich glücklich zu sein, brauche ich das alles, deshalb werde ich auch in den Fußball zurückkehren. Ich glaube, das ist meine natürliche Umgebung."

Derzeitige Auszeit "kein Drama"

Für den Portugiesen ist seine derzeitige Pause erst die zweite in über 15 Jahren als Trainer, deshalb sei diese Phase für ihn "kein Drama.  Aber ich werde sicherlich bald zurück sein."

Dabei hielt sich Mourinho bezüglich seiner nächsten Station bedeckt, betonte aber, London für seine Familie als Lebensmittelpunkt beibehalten zu wollen.

"Ich weiß im Moment noch nicht, wohin mich der Fußball führen wird. Aber als Familie wird unser Zuhause in London sein", so der 53-Jährige, der sich am Samstag im Berliner Olympiastadion das Bundesliga-Duell zwischen Hertha BSC und Borussia Dortmund angeschaut hat.

Zuletzt war er als Nachfolger von Louis van Gaal bei Manchester United im Gespräch und soll sich beim englischen Rekordmeister angeblich sogar selbst beworben haben.

"Ich bin sehr bescheiden"

Daneben gab "The Special One" Einblicke in sein Seelenleben - und stilisierte sich zum "Humble One".

"Ich muss immer lernen. Auch beim Fußball, in dem ich mich eigentlich als Experte fühle, bin ich nie perfekt und werde immer weiterlernen. Die Leute denken manchmal bei meiner Arbeit und auch in meinem Privatleben vielleicht, dass ich nicht bescheiden bin. Aber ich bin sehr bescheiden und immer bereit, von Leuten zu lernen, die mehr wissen als ich", sagte Mourinho.

Seine berüchtigten Privatfehden mit Verantwortlichen anderer Vereine seien bloß das Ergebnis seines großen Ehrgeizes.

"Ich habe manchmal Auseinandersetzungen mit Leuten, die nicht die gleiche Philosophie haben. Wenn man Leistungssport betreibt, will man gewinnen und hasst es, zu verlieren. Wenn man einmal gewinnt, will man auch zweimal gewinnen. Wer müde ist, kann nach Hause gehen und seinen Platz für einen anderen freimachen", erklärte er.

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