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Der FC Liverpool unterliegt im League Cup dem FC Southampton und muss den Traum vom Finale begraben. Jürgen Klopp regt sich nicht nur über den Unparteiischen auf.

Ganz bitteres Aus für Jürgen Klopp im englischen League Cup: 

Der deutsche Teammanager hat mit dem FC Liverpool nach einer schwachen Vorstellung den erneuten Einzug in das Ligapokal-Endspiel verpasst.

Der Vorjahresfinalist und Rekordsieger verlor im Halbfinal-Rückspiel in der Nachspielzeit gegen den FC Southampton mit 0:1 (0:0) und schied nach dem 0:1 im ersten Duell in der Vorwoche aus.

Das Tor des Abends erzielte Shane Long (90.+1), der nach einer Ecke der zuletzt ohnehin kriselnden Liverpooler einen Konter erfolgreich abschloss.

Klopp ärgert sich maßlos

Klopp ärgerte sich anschließend über Schiedsrichter Martin Atkinson, der seinem Team nach einer strittigen Situation im Strafraum der "Saints" einen Strafstoß verwehrt hatte. Siegtorschütze Long hatte den Ball mit der Hand touchiert.

"Das war ein Handspiel, zu hundert Prozent. Ich möchte nicht nach Entschuldigungen suchen, aber es ist Woche für Woche das Gleiche und schwer zu akzeptieren", sagte der Ex-BVB-Coach.

Leistung ok, Ergebnis schlecht

Mit der Leistung seines Teams war Klopp "zufrieden", nicht aber mit dem Ergebnis. "Wir hatten sieben gute Möglichkeiten. Wir mussten treffen und das haben wir nicht getan, deshalb sind wir ausgeschieden", konstatierte er.

Beim achtmaligen Titelträger Liverpool standen Nationalspieler Emre Can sowie der ehemalige Mainz-Torhüter Loris Karius in der Startformation, ebenso die früheren Bundesliga-Akteure Roberto Firmino (Hoffenheim) und Joel Matip (Schalke).

Die Reds, die wenige Stunden vor dem Anpfiff noch die Vertragsverlängerung von Mittelfeldstar Philippe Coutinho (bis 2022) vermeldet hatten, entwickelten über die gesamte Spielzeit keine Durchschlagskraft.

Vor der Pause verzeichnete Daniel Sturridge noch die einzige Chance (16.). 

Viel kam von dem englischen Nationalstürmer jedoch nicht, was Ex-Liverpool-Kapitän Jamie Carragher in seiner Experten-Rolle bei Sky Sports bemängelte: "Ich weiß nicht, was mit ihm los ist. Aber wenn Sturridge nicht trifft, ist es so als würde die Mannschaft zu zehnt spielen."

Mit zwei Glanztaten gegen Dusan Tadic (36.) und Steven Davis (39.) bewahrte Keeper Karius sein Team sogar vor einem Rückstand.  

Southampton blieb auch nach dem Seitenwechsel dank schnellem Umschaltspiel gefährlich, wenngleich die Liverpooler die Schlagzahl erhöhten. Doch zunächst scheiterte Can mit einem Distanzschuss, der Gäste-Keeper Fraser Forster über die Fäuste rutschte (54.).

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Kuriose Szene nach Can-Hammer

Kurios: Den Abpraller trieb der Wind in Richtung Tor, ehe Forster den Ball mit einer Hand noch von der Linie kratzte. Danach ließ Sturridge abermals zwei Möglichkeiten frei vor dem Tor liegen (58./63.).

"Als ich hierher kam und den Wind erwähnte, lachten die Leute. Aber heute konnte man sehen, wie schwierig es manchmal ist", haderte Klopp mit den schwierigen Wetterbedingungen an der Anfield Road.

Traumfinale gegen United geplatzt

Im Endspiel des Vorjahres waren die Reds im Elfmeterschießen gegen Manchester City (1:3) erfolglos geblieben.

Bereits am Samstag hatte Liverpool eine peinliche Heimniederlage kassiert. Gegen den Tabellenletzten Swansea City unterlag Liverpool mit 2:3 - es war die dritte Liga-Pleite. Nach der Schlappe im League Cup verpasst der Vierte der Premier League auch das Traumfinale zwischen Liverpool und Manchester United.

Manchester United vor Finaleinzug

Das Team von Bastian Schweinsteiger sieht sich am Donnerstag (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) dem Liga-Vorletzten Hull City gegenüber und will dabei einen 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel ins Ziel bringen.

Das Finale wird am 26. Februar im Londoner Wembley Stadion ausgetragen.

Für Klopp entpuppt sich die Saisonbilanz zusehends katastrophaler - sie könnte titellos enden. Am kommenden Samstag könnte im FA Cup gegen den FC Wolverhampton (ab 13.30 Uhr im LIVETICKER) der nächste Dämpfer folgen.

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