Das norwegische Supertalent Martin Odegaard entscheidet sich für eine Zukunft bei Real Madrid. Der 16-Jährige gibt damit unter anderem dem FC Bayern einen Korb.

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Norwegens umworbener Supertalent Martin Odegaard ist nunmehr ein Königlicher.

Nachdem sich der 16-Jährige mit dem spanischen Rekordmeister Real Madrid auf einen Sechs-Jahres-Vertrag geeinigt hatte, fand am Mittwochnachmittag mit einstündiger Verspätung die Vorstellung des Youngsters auf dem Trainingsgelände Valde Bebas statt.

Den rund 100 anwesenden Medienvertretern sagte Odegaard: "Ich habe mich für Real entschieden, weil ich dort die beste Option gesehen habe, um mich weiterzuentwickeln, auch im persönlichen und privaten Bereich."

Odegaard spielt in der zweiten Mannschaft

Real hat somit das Rennen um Odegaard gewonnen und damit unter anderem Bayern München ausgestochen.

Die Madrilenen einigten sich mit Odegaards bisherigem Klub Strömsgodset IF Drammen auf den Transfer.

Die unbestätigte Ablösesumme soll bei vier Millionen Euro liegen.

Odegaards Vater, der einen Trainerschein besitzt, soll eine Tätigkeit im Jugendbereich des Champions-League-Siegers aufnehmen.

Odegaard soll ab sofort mit Weltmeister Toni Kroos, Cristiano Ronaldo und Co. trainieren, aber vorerst für die zweite Mannschaft der Madrilenen in der 3. Liga spielen.

Was aber nicht heißt, so der ehemalige Real-Star Emilio Butragueno als Vertreter des Klub-Managements, dass Trainer Carlo Ancelotti Odegaard nicht bei Bedarf in die A-Mannschaft beordern wird.

Bayern verliert Rennen um Megatalent

Die Bayern hatten sich nach einem Trainingsbesuch des von vielen europäischen Spitzenklubs umworbenen Odegaard im Dezember noch Hoffnungen gemacht. Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hatte Odegaard als "ganz großes Talent" bezeichnet.

In Madrid, so Odegaard, habe er im Vorfeld mit allen wichtigen Leuten im Klub gesprochen und somit seine Entscheidung für Real getroffen.

Norwegens Teammanager Jan Age Fjörtoft bewertet den Wechsel derweil positiv und traut dem 16-Jährigen den großen Durchbruch zu. "Das ist ein großer und sehr stolzer Tag für den norwegischen Fußball", sagte der frühere Bundesliga-Stürmer von Eintracht Frankfurt.

Er habe ihn "als Teammanager versucht zu unterstützen, wo ich nur kann", sagte Fjörtoft, der die Entscheidung gegen die Bayern inhaltlich aber nicht bewerten wollte: "Wenn die größten Vereine der Welt dich wollen, musst du dir das gut überlegen. Real Madrid ist für jeden ein Traum. Gut, Bayern war auch da, das war ja bekannt. Aber er hat nun einen von den zweien gewählt, und das ist ein großer Tag für ihn."

Fjörtoft begeistert von Odegaard

Dass Odegaard dem Hype um seine Person nicht gewachsen sein könnte, befürchtet der 48-Jährige nicht. Zum einen habe der Teenager "eine Super-Familie und überhaupt eine gute Entourage. Das macht mich sehr zuversichtlich, dass er es schafft." Zum anderen habe er bei seiner ersten Nominierung für die Nationalmannschaft sehr reif gewirkt.

"Wir haben ihn mit 15 eingeladen, weil wir wissen wollten: Ist er menschlich schon so weit und erwachsen genug, um dem Druck standzuhalten", erläuterte Fjörtoft: "Und wir haben sofort gesehen: Ja, das ist er absolut."

Odegaard hatte Mitte Oktober beim Sieg Norwegens gegen Bulgarien (2:1) als jüngster in einer EM-Qualifikation eingesetzter Spieler Geschichte geschrieben.

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