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Cristiano Ronaldo wechselte 2009 für 94 Millionen Euro von Manchester United nach Madrid
Cristiano Ronaldo wechselte 2009 für 94 Millionen Euro von Manchester United nach Madrid © Getty Images

München - So sehr er auf dem Rasen glänzt, so sehr verärgert Cristiano Ronaldo seinen Boss daneben. Ein vorzeitiger Abschied des Superstars aus Madrid scheint nicht mehr ausgeschlossen.

So ganz allmählich hat Florentino Perez offenbar genug.

Ob er tatsächlich auch schon "die Schnauze voll hat" von seinem Superstar Cristiano Ronaldo, wie die spanische Zeitung El Confidencial mutmaßt, sei mal dahingestellt.

Zumindest aber fühlte sich der mächtige Präsident von Real Madrid nun wohl schon zum wiederholten Male genötigt, den Portugiesen zurechtzuweisen.

Marokko-Verbot für Ronaldo

So soll Perez dem dreimaligen Weltfußballer verboten haben, weiterhin so regelmäßig wie bisher zu dessen Freund, dem Kickboxer Badr Hari, nach Marokko zu fliegen.

Die häufigen Kurztrips nach Nordwestafrika würden nicht nur Ronaldos sportliche Leistungen negativ beeinflussen, sondern auch sein Privatleben in ein schlechtes Licht rücken, heißt es in dem Blatt.

Präsident Perez verärgert

Zuvor hatte sich Perez bereits darüber geärgert, dass Ronaldo bei der FIFA-Wahl zum Welttrainer des Jahres für Carlo Ancelotti gestimmt hatte - welcher ja bekanntlich im vergangenen Sommer bei Real vor die Tür gesetzt und durch den mittlerweile ebenfalls entlassenen Rafa Benitez ersetzt worden war.

Auch ein Interview des 30-Jährigen Anfang November mit dem Kicker hatte Perez übel aufgestoßen. In diesem hatte Ronaldo einen vorzeitigen Abschied von den "Königlichen" nicht kategorisch ausgeschlossen.

Berater beschwört Ronaldos Treue

Ronaldos Berater Jorge Mendes beteuerte kurze Zeit später zwar, dass sein Klient den noch bis 2018 laufenden Vertrag in Madrid sehr wohl erfüllen und darüber hinaus sogar "seine Karriere dort beschließen wird, wenn er 40 ist".

Die vermehrten Rüffel von Klub-Boss Perez könnten nun aber durchaus als Indiz dafür gewertet werden, dass sie bei Real inzwischen darüber nachdenken, Ronaldo von sich aus abzugeben.

Das Geld, das ein möglicher Wechsel des Offensivstars einbringen dürfte, könnten die Madrilenen in ihrer aktuellen Situation jedenfalls gut gebrauchen.

Transfersperre für die "Königlichen"

Da sie von der FIFA mit einer Transfersperre vom 2. Februar 2016 bis Sommer 2017 belegt wurden, planen die Spanier für die laufende Wechselperiode offenbar noch einen Großeinkauf.

Dass ausgerechnet Ronaldo - beim 5:1 gegen Sporting Gijon am Sonntag zweifacher Torschütze und mit insgesamt schon 27 Pflichtspiel-Treffern in der laufenden Saison wieder einmal Reals Bester - diesem zum Opfer fallen soll, mag auf den ersten Blick unwahrscheinlich erscheinen.

Angesichts Perez' verbaler Vorstöße ist es aber wohl zumindest eine Option.

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