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Die USADA um CEO Travis Tygard steht im Fokus der Cyber-Piraten Fancy Bears © Getty Images

Nach der WADA soll nun auch die USADA folgen. Die Cyber-Piraten Fancy Bears haben ein neues Ziel und sind angeblich im Besitz von brisanten Daten von US-Spitzensportlern.

Die russische Hacker-Gruppe Fancy Bears hat nach ihren Angriffen auf die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA nun auch die US-Anti-Doping-Agentur USADA in den Fokus genommen.

Die Cyber-Piraten erklärten auf ihrer Website, sie seien in den Besitz von medizinischen Daten von 200 US-Spitzenathleten gekommen, die dank Ausnahmegenehmigungen (TUE) der USADA und anderer Organisationen Medikamente nehmen können, die auf der Dopingliste stehen.

E-Mails sind ausschlaggebend

Die Hacker stützen sich dabei auf den E-Mail-Verkehr von Offiziellen des US-Sports. In einer ersten Welle wurde der Schriftverkehr von USADA-Direktor Matthew Fedoruk veröffentlicht.

Daraus geht hervor, dass 2015 in den Sportarten Radsport, Leichtathletik und Triathlon die meisten TUEs im US-Sport erteilt wurden. Insgesamt seien in dem Jahr 583 TUE-Zertifikate ausgestellt worden.

Auch Paralympic-Sportler betroffen

Zu den aufgeführten US-Sportlern gehören die mehrfache Ironman-Siegerin Meredith Kessler sowie Hindernisläufer Daniel Huling. Aus dem paralympischen Sport wurden unter anderem Abigail Dunkin und Jennifer Polst, beides Mitglieder des Rollstuhl-Basketball-Teams der USA, aufgelistet.

Zudem sollen Unterlagen belegen, dass sich die USADA bei Doping-Kontrollen nicht immer korrekt verhalten habe. So sei dem US-Schwimmer Pace Clark eine zu hohe Einnahme einer verbotenen Substanz nachgewiesen. Doch anstatt ihn zu disqualifizieren, hätte die USADA Clark lediglich zu einem neuen Test aufgefordert.

WADA ebenfalls Ziel

Hacker der Gruppe Fancy Bears hatten zuletzt nach Angriffen auf die Datenbanken der WADA in mehreren Wellen auf illegale Weise medizinische Details von Sportlern veröffentlicht.

Betroffen waren bislang 127 Athleten, die mit einer Ausnahmegenehmigung (TUE) Mittel genommen haben, die auf der Dopingliste stehen. Die WADA wies zuletzt aber auch darauf hin, dass die veröffentlichten Daten nicht alle korrekt seien.

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