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Beim großen Mercedes-Spektakel scheitern die Formel-1-Giganten Hamilton und Rosberg bereits im Halbfinale. Den Showdown verliert Wehrlein gegen einen DTM-Kollegen.

Faustdicke Überraschung beim Mercedes-Spektakel Stars & Cars: Das erstmals ausgetragene Ausscheidungsfahren in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena entschieden weder die Formel-1-Giganten Lewis Hamilton und Nico Rosberg noch DTM-Champion Pascal Wehrlein für sich.

Die Finals im Modus Best of Three gewann der Katalane Daniel Juncadella - in der DTM nach drei Jahren noch nicht einmal auf dem Podest - mit 2:0 gegen Wehrlein.

DTM-Piloten werfen Formel-1-Stars raus

Der DTM-Champion hatte im Halbfinale F1-Weltmeister Hamilton in einem packenden Duell ausgeschaltet, während Juncadella vom Team Mücke in der Vorschlussrunde Rosberg besiegt hatte.

"Ich bin überglücklich. Ich habe mich im SLS AMG GT3 sehr wohl gefühlt und einen guten Rhythmus gefunden. Stars & Cars war ein super Event, es waren so viele Zuschauer hier. Einfach unglaublich. Ich bin bei jedem Rennen richtig nervös gewesen. Das ist etwas ganz Besonderes."

Dabei bewies Juncadella Vielseitigkeit, denn insgesamt kamen vier unterschiedliche Fahrzeuge zum Einsatz, die Runde für Runde leistungsstärker wurden: Der Mercedes-AMG A 45 4MATIC (Achtelfinale), der Mercedes-AMG C 63 S (Viertelfinale), der Mercedes-AMG GT S (Halbfinale) und der Mercedes-Benz SLS AMG GT3 (Finale).

"Könnte in Richtung Formel 1 gehen"

Trotz der Final-Niederlage zeigte aber auch Wehrlein eindrucksvoll, warum er als heißer Kandidat auf ein Formel-1-Cockpit gilt.

"Es könnte in Richtung Formel 1 gehen mit Manor-Marussia. Wenn es nächstes Jahr nicht klappen sollte, bin ich aber auch sehr, sehr glücklich, wieder in der DTM fahren zu können", sagte Wehrlein bei SPORT1. Doch die Entscheidung sei noch nicht gefallen, "es finden immer noch Gespräche statt".

Die Niederlage im Finale störte Wehrlein nicht allzu sehr. Er freute sich vor allem, dass die DTM-Piloten ihr Können unter Beweis stellen konnte: "Das war einfach der Hammer. Mit Daniel und mir gab es ein echtes DTM-Finale. Ich habe alles gegeben, aber letztlich hat es nicht sollen sein. Es war dennoch ein unglaublicher Abend."

Rosberg und Hamilton ärgern sich

Die beiden Formel-1-Piloten Hamilton und Rosberg ärgerten sich derweil über ihre Niederlagen.

Während Hamilton mit seinem schlechten Start haderte und ein Rematch forderte, frustierte Rosberg besonders, dass sie beide gegen DTM-Fahrer verloren hatten.

"Das geht natürlich gar nicht, dass uns die DTM-Fahrer hier wegputzen", sagte Rosberg schmunzelnd.

Hamilton kocht Rosberg ab

Vor 35.612 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena Stuttgart kam es in einem Showlauf danach aber dennoch noch zum erhofften Aufeinandertreffen zwischen Hamilton und Rosberg.

Dabei durften beiden Piloten in ihren gewohnten Formel-1-Wagen ran. Den Sieg schnappte sich wieder einmal Weltmeister Hamilton, der diesen dann auch mit zahlreichen Donuts feierte.

Bereits am Mittag hatte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff eine erneute Warnung an seine beiden Fahrer ausgesprochen: "Wir haben eine unheimlich starke Rivalität zwischen beiden, die muss auch sein. Ich habe aber den Finger gehoben, weil ich nicht will, dass es sich auf das Team überträgt"

"Manchmal kehrte intern eine Rivalität ein, die unsere Garage splittet. Das darf nicht passieren. Die Fahrer spielen da eine große Rolle, Feindseligkeiten würden das Team gefährden. Sie müssen alles auf die Strecke reduzieren", fuhr Wolff fort.

Wolff erhält Blumen von Hamilton

Seine Ehefrau Susie Wolff, die in diesem Jahr ihre aktive Karriere als Rennfahrerin beendete, wurde nach einem Showlauf mit Sir Stirling Moss und Hans Herrmann offiziell verabschiedet und bekam von Hamilton einen Blumenstrauß überreicht.

Neben Wolff, Moss und Hermann gehörten auch Formel 1-Doppelweltmeister Mika Häkkinen, Ex-Formel 1- und DTM-Fahrer David Coulthard sowie DTM-Rekordchampion Bernd Schneider zum illustren Teilnehmerfeld.

Auch Safety-Car-Pilot Bernd Mayländer gab sein Comeback als Rennfahrer und hätte um ein Haar Rosberg vorzeitig aus dem Wettbewerb geworfen.

Schumacher chancenlos gegen Rosberg

Bereits eine Runde zuvor war es zum mit Spannung erwarteten Erstrundenduell zwischen Rosberg und dem ADAC-Formel-4-Piloten Mick Schumacher gekommen.

Dabei zeigte der Formel-1-Pilot kein Pardon und erteilte dem Sohn von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher eine Lehrstunde.

Für ordentliche Stimmung zwischen den Rennen sorgten die Showacts Cro, Culcha Candela, Marlon Roudette und Larry van Housen.

Alle Ergebnisse im Überblick:

Das Finale (Best of 3):

Pascal Wehrlein - Daniel Juncadella 0:2

Die Halbfinals:

Rennen 1: Lewis Hamilton - Pascal Wehrlein

Rennen 2: Daniel Juncadella - Nico Rosberg

Die Viertelfinals:

Rennen 1: Lewis Hamilton - Maximilian Götz

Rennen 2: David Coulthard - Pascal Wehrlein

Rennen 3: Daniel Juncadella - Bernd Schneider

Rennen 4: Bernd Mayländer - Nico Rosberg

Die Achtelfinals:

Rennen 1: Lewis Hamilton - Mika Häkkinen

Rennen 2: Christian Vietoris (disqualifiziert) - Maximilian Götz

Rennen 3: Paul Di Resta - David Coulthard

Rennen 4: Pascal Wehrlein - Jean Alesi

Rennen 5: Daniel Juncadella - Lucas Auer

Rennen 6: Gary Paffett - Bernd Schneider

Rennen 7: Robert Wickens - Bernd Mayländer

Rennen 8: Nico Rosberg - Mick Schumacher

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