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In Oschersleben startet Mick Schumacher in seine erste Saison in der Formel 4
In Oschersleben startet Mick Schumacher in seine erste Saison in der Formel 4 © imago

Oschersleben - Vor dem Auftakt der ADAC Formel 4 schottet sich Mick Schumacher vor dem Rummel ab. Managerin Sabine Kehm sagt SPORT1, was für ihn wirklich zählt.

Der Medienrummel ist überwältigend, Journalisten und Fotografen drängen sich in der Boxengasse im Kampf um einen Satz, um ein Schnappschuss von Mick Schumacher.

Bereits beim Test vor dem Saisonauftakt der ADAC Formel 4 in Oschersleben (Sa., 11.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 u. im LIVESTREAM) bekommt der 16-Jährige zu spüren, was es heißt, der Sohn des Formel-1-Rekordweltmeisters zu sein.

Ein Nachname wie ein Versprechen, aber auch ein Nachname, der den Blick aufs wahre Können verstellt. Nicht so bei Rob Niessink. "Er hat bei uns nicht wegen seines Namens unterschrieben, sondern wegen seines Talents und seiner Geschwindigkeit", sagt der Geschäftsführer von Schumachers Team Van Amersfoort Racing zu SPORT1.

Volle Konzentration auf den Job

Mick Schumacher wechselt als Kart-Vizeweltmeister und Europameister von 2014 in den Formelsport.

Und schottet sich vor dem Hype erst mal ab. "Er macht erst mal gar keine Medienarbeit, damit er seine volle Konzentration auf die Arbeit mit dem Team richten kann", erklärt seine Managerin Sabine Kehm, die auch schon Micks berühmten Vater während seiner Karriere betreute, bei SPORT1.

Ihr hat Schumacher erzählt, dass das riesige Medieninteresse nicht spurlos an ihm vorbeigeht: "Er ist schon beeindruckt und möchte natürlich auch nichts falsch machen", sagt Kehm. "Und er möchte auf keinen Fall das Gefühl haben, dass er dem Team nicht das liefert, was es von ihm erwartet."

"Locker in die Top Ten"

Kehm kämpft darum, dass die Erwartungen an den Teenager nicht in den Himmel wachsen.

Schließlich ist für Schumacher alles neu. Er müsse sich an das neue Team und die neuen Abläufe gewöhnen. Und an den Formelsport: Im Vergleich zu seinem bisherigen Gefährt muss Schumacher rund 100 Kilo mehr Gewicht und 130 PS mehr Leistung beherrschen.

"Mick ist ein sehr guter Fahrer. Ich denke, er wird locker in die Top Ten fahren", meint sein alter Kart-Konkurrent David Beckmann dennoch.

Niki Lauda spricht von Riesenlast

F1 Grand Prix of Bahrain
Niki Lauda sieht Schwierigkeiten beim Umgang mit den Medien © Getty Images

Aber so locker lebt es sich nicht als Sohn einer Renn-Legende. "Die Öffentlichkeit wird dank seines Vaters natürlich nur auf ihn schauen", ahnt Niki Lauda, der dreimalige Formel-1-Weltmeister. "Das ist für ihn eine riesige Belastung."

"Er muss das alles wegtun, den ganz normalen Weg gehen und sich hinauf arbeiten", rät der Österreicher bei RTL. "Das Wichtigste für ihn und sein Management ist, dass die Öffentlichkeit ihn nicht belastet, denn das würde ihm schaden", fährt Lauda fort.

Sollte Schumacher jedoch während der Saison in der ADAC Formel  4 aufs Podest fahren, wird er sich auf dem Podium vor den Medien dazu äußern. Diese Schlagzeilen wären ihm recht.

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