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Mick Schumacher muss sich im Januar entscheiden, ob er zum italienischen Team Prema wechseln will
Mick Schumacher muss sich im Januar entscheiden, ob er zum italienischen Team Prema wechseln will © Getty Images

Das italienische Topteam Prema bekräftigt bei SPORT1 Interesse an Mick Schumacher, nennt dessen Optionen und rät vom Sprung in die Formel 3 ab. Die Zeit dränge.

Heuert Mick Schumacher beim Topteam Prema an und fährt 2016 neben der ADAC Formel 4 (live im TV auf SPORT1 u. im LIVESTREAM) auch in der italienischen Formel-4-Serie?

Während eine Boulevardzeitung den Wechsel am Montag schon fix vermeldete, stellt Prema-Teamchef Angelo Rosin bei SPORT1 klar: "Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen."

Von den Qualitäten des Sohns von Michael Schumacher, der seine größten Erfolg mit dem italienischen Rennstall Ferrari feierte, hat er sich überzeugt: "Mick hat sich sehr ordentlich angestellt bei seinen Testfahrten für uns. Wir sind sehr an einer Zusammenarbeit für die kommende Saison interessiert."

Italien, Deutschland oder beides

Allerdings drängt die Zeit. Rosin wartet auf einen Anruf des Schumacher-Managements - und hofft "auf ein Treffen in der nächsten Woche".

Und er setzt dem Teenager, bisher bei Team Van Amersfoort Racing unter Vertrag, ein Ultimatum: "In den nächsten 15 Tagen möchten wir unser Fahrerfeld komplett haben für alle Rennserien, in denen wir starten."

Schumacher, im vorigen Jahr drittbester Rookie, habe einige Optionen: "Er könnte für uns die gesamte Saison in Italien bestreiten oder die gesamte in Deutschland und ein paar Rennen in Italien, wenn er das auch noch möchte."

Prema kein Ferrari-Farmteam mehr

Grundsätzlich sei Prema offen für alles, schließlich sei das Team in der letzten Saison bereits bei vier Formel-4-Rennen in Deutschland dabei gewesen.

Doch für Schumacher gelte: ganz oder gar nicht: "Dass er für ein anderes Team in Deutschland und in Italien für uns fährt, ist mit uns nicht zu machen."

Noch 2014 war Prema ein Juniorteam von Ferrari, auch zuletzt gab es eine enge Zusammenarbeit – auch um den Kanadier Lance Stroll zu fördern. Der wurde 2014 Formel-4-Champion in Italien und fuhr in der abgelaufenen Saison ebenfalls für Prema in der Formel 3.

Doch da Stroll in der anstehenden Formel-1-Saison Testfahrer bei Williams ist, rückt auch Prema näher an Williams heran.

"Noch eine Saison in der Formel 4"

Auch Schumacher winkt, nicht nur wegen seines prominenten Namens, eine Zukunft in der Formel 1. Gleich an seinem Debüt-Wochenende im Formel-Sport feierte er in Oschersleben einen Sieg.

Doch Rosin ist sich sicher, dass das Lager des 16-Jährigen nichts überstürzt: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leute, die seine Karriere planen, ihn jetzt schon in die Formel 3 schicken wollen. Ich gehe davon aus, er bleibt noch eine Saison in der Formel 4."

Wo Schumacher die Qual der Wahl hätte: Auch sein Onkel Ralf, neuer Teambesitzer beim Team HTP, hofft auf eine Verpflichtung des Shooting-Stars.

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