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Christian Abt fuhr acht Jahre in der DTM, unter anderem für Audi © imago

Der Wirbel in der DTM nach dem Funk-Skandal am vergangenen Wochenende will einfach nicht abebben.

Nun sorgt Christian Abt für neuen Zündstoff: Auf Facebook verhöhnte der ehemalige wie langjährige DTM-Pilot (auch Audi) sowie frühere Rennteam-Miteigentümer den Meisterschaftsführenden Pascal Wehrlein (Mercedes), der von Audi-Pilot Timo Scheider beim Rennen im österreichischen Spielberg von der Strecke gedrängt worden war.

"Was mich ein bisschen schockiert, ist, dass so ein junger Fahrer, der nicht mal in der Lage ist, so eine minimale Berührung abzufangen, so über Audi herzieht", postete Abt. (HINTERGRUND: Bernd Schneider über den Audi-Skandal in der DTM)

Der 48-Jährige spottete weiter: "Hier wäre mal ein Fahrsicherheitstraining angebracht. Oder er soll sich mal die Aufzeichnungen von früher anschauen, wie DTM gefahren wurde."

Ohnehin bemängelte Abt den medialen Umgang der heutigen Fahrer mit Situationen wie die aktuelle, bei der Audi-Motorsportdirektor Wolfgang Ullrich mit seinem Funkspruch an Scheider ("Timo, schieb' ihn raus") für einen Eklat gesorgt hatte: "Früher haben wir Fahrer das auf der Rennstrecke geklärt, heute passiert es über Facebook und Twitter. Das ist in meinen Augen kein Motorsport mehr."

Abt wünschte sich "Motorsport und keine Kaffeefahrt" - und attackierte überdies pauschal Fans und Zuschauer: "Wenn nichts in der DTM passiert, beschwert Ihr Euch den ganzen Tag über das Erfolgsgewicht, also seid doch froh, dass es mal endlich auf der Strecke zur Sache geht."

Wehrlein hatte nach seinem "Abschuss" bei autosport.com: erklärt: "Wenn Audi die Meisterschaft auf diese Weise gewinnen will, dann haben sie heute wohl einen Krieg begonnen. Ich hoffe, dass das harte Konsequenzen hat, und ich hoffe, dass jeder darüber berichtet."

Bereits unmittelbar nach dem Skandalrennen war Scheider von der Rennleitung disqualifiziert worden. Weitere Untersuchungen durch das Berufungsgericht des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) folgen.

Scheider bedauerte am Mittwoch den Vorfall, verbat sich zugleich aber Beleidigungen gegen seine Familie und Audis Motorsportchef Ullrich.

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