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Marco Wittmann startet mit 26 Punkten Vorsprung ins Saisonfinale
Marco Wittmann startet mit 26 Punkten Vorsprung ins Saisonfinale © xpbimages.com

Nach turbulentem Start auf dem Hungaroring: Marco Wittmann wird am Sonntag Vierter für BMW und baut seine Gesamtführung in der Meisterschaft wieder aus

Marco Wittmann reist mit 26 Punkten Vorsprung in der Fahrerwertung zum DTM-Saisonfinale in drei Wochen in Hockenheim. Im Sonntagsrennen auf dem Hungaroring vergrößerte er dank Platz vier wieder den Abstand auf Edoardo Mortara (Audi), der weiterhin den zweiten Gesamtrang belegt und im 16. Rennen des Jahres ohne Punkte blieb. Wittmann hat nun insgesamt 188 Zähler auf dem Konto.

Von Position drei war Wittmann am Start gut weggekommen und zog auf der Außenbahn an den beiden Audi-Piloten Mortara und Jamie Green vorbei. Dann kam es jedoch zu einer Kollision der drei Fahrzeuge, die Wittmann beinahe in einen Dreher gezwungen hätte. Allerdings konnte er sein Auto abfangen. Während Green ausfiel und Mortara zum frühen Boxenstopp musste, konnte RMG-Fahrer das Rennen fortsetzen und den vierten Rang ins Ziel bringen.

Der Sieg ging an Mattias Ekström (Audi). Hinter Wittmann schafften im drittletzten Lauf des Jahres vier weitere BMW-Fahrer den Sprung in die Punkteränge: Antonio Felix da Costa wurde Fünfter, Tom Blomqvist Sechster, Timo Glock Siebter und Maxime Martin Neunter. Martin Tomczyk belegte den elften Platz und verpasste damit die Top 10 nur knapp. Bruno Spengler wurde 14., Augusto Farfus schied vorzeitig aus.

Die BMW-Stimmen zum Rennen:

Marco Wittmann (4./RMG-BMW): "Ich hatte einen sehr guten Start, Edo hingegen nicht. Seine Räder haben durchgedreht. Das Momentum war klar auf meiner Seite. Ich bin dann auf seine Seite gezogen. Er wollte glaube ich erst Eki blockieren, dann hat er mich auf die Wiese gedrückt - obwohl ich eigentlich schon neben ihm war. Es kam zum Kontakt, und ich musste durch das Gras. Als ich wieder zurückkam, gab es dann noch einen Kontakt. Ausgelöst hat alles aus meiner Sicht der Fehler von Edo am Start. Es ist klar, dass ich auch nicht so einfach klein beigebe. Zwölf Punkte sind für uns wieder ein ordentlicher Schritt nach vorn. Die Plätze sieben und vier waren an diesem Wochenende das Maximum. Die Konkurrenz von Audi war extrem stark. Umso wichtiger waren die Punkte."

Antonio Felix da Costa (5./Schnitzer-BMW): "Unsere Strategie ist heute aufgegangen. Wir hatten uns fest vorgenommen, nach der Leistung gestern einen besseren Sonntag zu haben. Das haben wir geschafft. Das Qualifying war eher durchschnittlich, aber unsere Taktik für das Rennen war dann richtig gut. Danke an das Team. Wir haben heute eine gute Reaktion auf Samstag gezeigt und mit fünf BMW in den Top 10 diesmal ein wirklich gutes Gesamtergebnis erreicht."

Tom Blomqvist (6./RBM-BMW): "Der Ausgang des Rennens war am Ende okay - aber es war alles andere als einfach. Nach dem Durcheinander am Start wollte ich mich einfach nur aus dem Getümmel heraushalten. Das hat auch geklappt. Der frühe Boxenstopp war dann auch die richtige Entscheidung. Insgesamt können wir mit dem Resultat zufrieden sein. Es war ein guter Nachmittag für BMW."

Timo Glock (7./RMG-BMW): "Mein Start, die erste Runde und mein Speed im Rennen waren sehr gut. Vor allem nach dem Stopp war ich auf frischen Reifen ziemlich schnell und konnte die Lücke zu meinen BMW-Kollegen sofort schließen. Ich bin absolut happy mit dem Rennen und dem Ergebnis. Nach Startplatz 15 noch in die Punkte zu fahren, das ist fantastisch. Für Marco ist die Ausgangsposition vor dem Finale in Hockenheim nun wirklich sehr gut."

Maxime Martin (9./RBM-BMW): "Wenn man vom sechsten Platz startet, dann ist P9 am Ende natürlich ein bisschen enttäuschend. Trotzdem war es insgesamt ein gutes Rennen für BMW. Im Vergleich zu gestern konnten wir einen großen Schritt nach vorn machen. Jetzt heißt es, sich optimal auf Hockenheim vorzubereiten, um dort noch stärker zu sein."

Martin Tomczyk (11./Schnitzer-BMW): "Wieder ein harter Tag, wieder ein harter Kampf - aber leider auf Platz elf wieder keine Punkte. Trotzdem war es ein gutes Rennen. Die Performance der BMW war insgesamt deutlich besser als gestern. Marco hatte am Start sehr viel Glück, am Ende haben wir aber in Sachen Meisterschaft dann doch noch einen wichtigen Schritt gemacht. Das war unser Ziel."

Bruno Spengler (14./MTEK-BMW): "Unser Problem war das Qualifying, sowohl am Samstag als auch am Sonntag. Wir haben keine Lösung gefunden, um im Zeittraining ein schnelles Auto zu haben. Das hat uns alle Chancen für das Rennen genommen. Dass Marco den vierten Platz halten konnte, ist super für den Titelkampf. Jetzt müssen wir in Hockenheim ein gutes Ergebnis erzielen, um die entscheidenden Punkte für die Herstellerwertung zu holen."

Augusto Farfus (ausgefallen/MTEK-BMW): "Der Start war für mich normal, dann sah ich einige Carbon-Teile fliegen. Irgendetwas hat den Kühler getroffen, danach hatte ich ein Wasserleck. Das Glück hat uns wieder einmal gefehlt. Der Ablauf ist eigentlich immer ähnlich: Freitags starten wir gut, dann schaffen wir es aber nicht immer, für den Samstag die richtigen Veränderungen vorzunehmen. Am Sonntag bewegen wir uns dann wieder in die richtige Richtung. Auch heute war das Setup für das Rennen wieder gut, aber die Performance kommt einfach immer ein wenig zu spät. Jetzt gehen wir nach Hockenheim. Dort lief es für mich zu Beginn des Jahres gut. Ich hoffe, die Saison dort mit einem Erfolgserlebnis abschließen zu können."

Jens Marquardt (BMW-Motorsportdirektor): "Das war ein hartes Stück Arbeit heute. Nach diesem Start können wir mit fünf BMW-Fahrern in den Top 10 mehr als zufrieden sein. Das hätte heute auch schiefgehen können. Marco hat die Situation am Start sehr gut abgefangen und dann Platz vier ins Ziel gebracht. Ich bin sehr stolz auf ihn und seine Leistung. Marcos Auto hatte auch etwas abbekommen, sodass er den Speed der Spitze nicht ganz mitgehen konnte. Insgesamt war unsere Performance aber heute insgesamt nicht schlecht. Das war für uns natürlich heute auch ein bisschen Wiedergutmachung für den Samstag, und wir können Budapest zufriedener hinter uns lassen. Marco hat in der Fahrerwertung noch einmal einen Schritt nach vorn gemacht. Diesen Schwung müssen wir jetzt nach Hockenheim mitnehmen und die zwei letzten Rennen mit voller Konzentration angehen. Es ist und bleibt extrem eng in der DTM."

© Motorsport-Total.com

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