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Erstmals seit Ayrton Senna verliert mit dem 25-Jährigen Jules Bianchi wieder ein Formel-1-Fahrer sein Leben. Er ist der 32. Unfalltote seit 1953 - darunter zwei Deutsche.

Die Formel 1 beklagt durch den Tod des Franzosen Julien Bianchi erstmals seit über 21 Jahren wieder ein Todesopfer.

Der 25-Jährige vom Team Marussia/ManorF1 erlag in der Nacht zum Samstag seinen schweren Verletzungen aus dem Rennen um den Großen Preis von Japan Ende Oktober in Suzuka und verlor damit als 32. Pilot in der Königsklasse des Automobilsports sein Leben.

Der Unfalltod von Ayrton Senna 1994 in San Marino zählt zu den schwärzesten Stunden der Formel 1
Der Unfalltod von Ayrton Senna 1994 in San Marino zählt zu den schwärzesten Stunden der Formel 1 © Getty Images

Vor Bianchi hatte zuletzt ein tödlicher Unfall in der Königsklasse den dreimaligen Weltmeister Ayrton Senna das Leben gekostet. Der Brasilianer starb am 1. Mai 1994 nach einem Crash beim Großen Preis von San Marino in Imola einen Tag nach dem tödlichen Trainingsunfall des Österreichers Roland Ratzenberger.

Die Liste der Todesopfer in der Formel 1 bei Rennen, Training und Testfahrten: 

50er-Jahre

1954 Onofre Marimom (Argentinien) auf dem Nürburgring (Training)

1957 Eugenio Castellotti (Italien) in Modena/Italien (Testfahrten)

1958 Luigi Musso (Italien) in Reims/Frankreich

1958 Peter Collins (Großbritannien) auf dem Nürburgring

1958 Stuart Lewis-Evans (Großbritannien) in Ain Diab/Marokko

60er-Jahre

1960 Chris Bristow (USA) in Spa/Belgien

1960 Alan Stacey (USA) in Spa/Belgien

1961 Giulio Cabianca (Italien) in Modena/Italien (Testfahrten)

1961 Wolfgang Graf Berghe von Trips (Deutschland) in Monza/Italien

Ferrari-Pilot Wolfgang Graf Berghe von Trips verunglückte 1961 beim GP von Italien tödlich
Ferrari-Pilot Wolfgang Graf Berghe von Trips verunglückte 1961 beim GP von Italien tödlich © dpa Picture Alliance

1962 Ricardo Rodriguez (Mexiko) in Magdalena-Mixhuca/Mexiko (Training)

1964 Carel Godin de Beaufort (Niederlande) auf dem Nürburgring (Training)

1966 John Taylor (Großbritannien) auf dem Nürburgring

1967 Lorenzo Bandini (Italien) in Monte Carlo/Monaco (starb drei Tage später)

1967 Bob Anderson (Großbritannien) in Silverstone/Großbritannien (Testfahrten)

1968 Jo Schlesser (Frankreich) in Rouen/Frankreich

70er-Jahre

1970 Piers Corage (Großbritannien) in Zandvoort/Niederlande

1970 Jochen Rindt (Österreich) in Monza/Italien (Training)

1971 Joseph Siffert (Schweiz) in Brands Hatch/Großbritannien

1973 Francois Cevert (Frankreich) in Watkins Glen/Großbritannien (Training)

1973 Roger Williamson (Großbritannien) in Zandvoort/Niederlande

1974 Peter Revson (USA) in Kyalami/Südafrika (Testfahrten)

1974 Helmut Koinigg (Österreich) in Watkins Glen/Großbritannien

1975 Mark Donohue (USA) in Zeltweg/Österreich (Warm-Up)

1977 Tom Pryce (Großbritannien) in Kyalami/Südafrika

1978 Ronnie Peterson (Schweden) in Monza/Italien (starb einen Tag nach dem Rennen)

1980 Patrick Depailler (Frankreich) in Hockenheim (Testfahrten)

80er-Jahre

1982 Gilles Villeneuve (Kanada) in Zolder/Belgien (Training)

Jacques' Vater Gilles Villeneuve kam 1982 beim GP von Belgien im Ferrari ums Leben
Jacques' Vater Gilles Villeneuve kam 1982 beim GP von Belgien im Ferrari ums Leben © Getty Images

1982 Riccardo Paletti (Italien) in Montreal

1986 Elio de Angelis (Italien) in Le Castellet/Frankreich (Testfahrten)

90er-Jahre

1994 Roland Ratzenberger (Österreich) in Imola/Italien/San Marino

1994 Ayrton Senna (Brasilien) in Imola/Italien/San Marino

21. Jahrhundert

2014 Jules Bianchi (Frankreich) in Suzuka/Japan (starb rund neun Monate später am 18. Juli 2015) 

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