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F1 Grand Prix of Bahrain - Practice
Sebastian Vettel landete im zweiten freien Training auf Platz sechs © Getty Images

Dämpfer für Sebastian Vettel: Er muss seinen Ferrari beim zweiten freien Training in Bahrain vorzeitig abstellen - die Silberpfeile dominieren erneut.

Ein schmollender Sebastian Vettel packte mit an, um seinen gestrandeten Ferrari im freien Training zum Großen Preis von Bahrain (Sonntag, 17.00 Uhr im LIVETICKER) abzutransportieren.

Unter dem gleißenden Flutlicht des Wüstenkurses stand der viermalige Weltmeister im Schatten der Mercedes-Silberpfeile um Dominator Nico Rosberg - auch wegen eines nicht festgezogenen Reifens erhielten die Hoffnungen des Heppenheimers auf einen Zweikampf mit Silber einen ersten Dämpfer.

Vettel kam bei seiner Zeitenjagd zum Auftakt nicht näher als 1,6 Sekunden an Rosberg heran, das reichte nur zu Rang sechs. Selbst abzüglich eines Fahrfehlers in Vettels schnellster Runde wäre Mercedes nicht zu erreichen gewesen.

Mercedes auf einer Runde nicht zu schlagen

Es verdichten sich die Anzeichen, dass der Ferrari auf einer Runde auch in Bahrain (Qualifying, Sa., 17.00 Uhr im LIVETICKER) nicht den Speed der Silbernen hat. In der Rennsimulation gelangen dem Hessen allerdings gute Zeiten, wie schon beim Saisonauftakt in Australien könnte Ferrari am Rennsonntag damit eher ein Konkurrent für Mercedes sein.

"Mercedes ist der Maßstab. Sie sahen sehr stark aus heute", sagte Vettel: "Ich hoffe, wir sind morgen ein bisschen näher dran. Das Auto fühlt sich gut an, aber wir können uns in den Details noch verbessern."

Allerdings offenbarte der Ferrari auch einige Probleme: Im ersten Abschnitt konnte Vettel wegen Problemen mit dem verstellbaren Heckflügel (DRS) nur 14 Runden drehen. Eine Viertelstunde vor dem Ende stellte er seine "Margherita" mit den Worten "da ist etwas nicht in Ordnung" an der Strecke ab - es war eine Radmutter. Zudem berichtete Ferrari zeitgleich von Elektronikproblemen am SF16-H.

Silberpfeile dominieren auch zweiten Trainingslauf 

WM-Spitzenreiter Rosberg beherrschte dagegen in den ersten beiden Trainingseinheiten die gesamte Konkurrenz inklusive seines Mercedes-Teamrivalen Lewis Hamilton und unterstrich seine Ambitionen auf den fünften Sieg in Serie.

"Das war ein guter Anfang, nicht mehr", sagte Rosberg: "Es warten hier noch einige Herausforderungen. Aber ich habe mich sehr gut da draußen gefühlt. Das Qualifying kann kommen."

Mit 1:31,001 Minuten setzte Rosberg am Ort seines Debüts in der Königsklasse vor zehn Jahren die absolute Bestzeit - dabei blieb er 1,4 Sekunden unter der Pole-Zeit von 2015.

Hamilton, der in den vergangenen beiden Jahren in Bahrain gesiegt hatte und jeweils auch die WM gewann, konnte dem Wiesbadener als einziger folgen. In seinem schnellsten Umlauf am Freitag blieb der 31-jährige Brite auf dem Wüstenkurs 0,241 Sekunden hinter Rosberg.

McLaren überraschend erster Verfolger

Bester Mercedes-Verfolger war überraschend Ex-Weltmeister Jenson Button. Der Brite war im 2015 noch abgeschlagenen McLaren-Honda 1,280 Sekunden langsamer als Rosberg. Ihm folgte der niederländische Youngster Max Verstappen (Toro Rosso/+1,405 Sekunden) noch vor Vettels Teamkollegen Kimi Räikkönen (Finnland/+1,451).

Die zweite Einheit am Freitagabend war wegen der identischen Startzeit zum Rennen am Sonntag aussagekräftiger als die erste Session bei Tageslicht.

Auch das Qualifying am Samstag, das erneut nach dem umstrittenen neuen Eliminations-Modus ausgetragen wird, beginnt erst um diese Uhrzeit. Dann setzt in Sakhir die Dämmerung ein, und der künstlich erleuchtete Kurs kühlt deutlich ab.

Der Emmericher Nico Hülkenberg kam im Force India nicht über Platz 17 hinaus (+2,569). Rookie Pascal Wehrlein (Worndorf) blieb im Manor als 19. vor den beiden eigentlich stärker eingeschätzten Sauber (+2,952).

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