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Daniil Kwjat
Daniil Kwjat fährt seit 2014 in der Formel 1 © Getty Images

Daniil Kwjat kann seine Versetzung zu Toro Rosso nicht nachvollziehen und gibt sich kämpferisch. Red-Bull-Teamchef Christian Horner setzt große Hoffnungen in Max Verstappen.

Der russische Formel-1-Pilot Daniil Kwjat hat mit Unverständnis auf seine Degradierung bei Red Bull reagiert.

"Das war ein Schock für mich", sagte der 22-Jährige im Vorfeld des Großen Preises von Spanien (Sonntag, 14 Uhr im LIVETICKER): "Es gab keine echten Erklärungen. Wenn die Bosse etwas wollen, dann machen sie es eben. Ich sehe keine echten Gründe."

Kwjat war in der vergangenen Woche vom früheren Weltmeister-Team Red Bull Racing zum Schwester-Rennstall Toro Rosso versetzt worden und musste seinen Platz an Top-Talent Max Verstappen (18) abgeben. Kurz zuvor hatte der Russe bei seinem Heimrennen in Sotschi gleich zwei Unfälle mit Sebastian Vettel (28/Ferrari) verursacht.

Aussprache mit Vettel

"Es gibt keine Probleme mit Sebastian, wir haben darüber gesprochen", sagte Kwjat, der viel diskutierte Crash sei aber auch nicht der Grund für die Entscheidung gewesen.

"Aus meiner Sicht habe ich dem Team alles gegeben. Ich habe Punkte geholt, Entwicklungsarbeit geleistet. Die Frage nach den Gründen können die Entscheidungsträger besser beantworten", sagte Kwjat.

Horner: "Haben den Fahrermarkt abgetötet"

Im Vordergrund steht für Red-Bull-Teamchef Christian Horner dabei die Beförderung Verstappens. Durch den Cockpittausch mit Kwjat habe man auch einem baldigen Abgang Verstappens vorgebeugt, sagte Horner: Verstappen sei "eines der wertvollsten Objekte in der Formel 1. Und mit dieser Entscheidung haben wir den Fahrermarkt abgetötet, zumindest was Red Bull angeht".

Der 18-jährige Verstappen steht auf der Liste der Toprennställe, Red Bull will ihn langfristig halten. "Ich bin sehr glücklich über diese Chance", sagte Verstappen: "Es war immer der Plan, für ein Topteam zu fahren."

Kwjat will seine Aufgabe bei Toro Rosso indes trotz allem hochmotiviert angehen, darauf legte er Wert. "Ich versuche, eine laute Antwort auf der Strecke zu geben, nichts ändert sich für mich", sagte er: "Ich bin sehr hungrig, und ich habe nicht das Gefühl, dass ich fallengelassen wurde. Es gibt auch bei Toro Rosso vieles, für das es sich zu kämpfen lohnt."

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