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Lawrence Stroll (l.) im Gespräch mit Bernie Ecclestone (r.)
Lawrence Stroll (l.) im Gespräch mit Bernie Ecclestone (r.) © DPA Picture-Alliance

München - Mit Lance Stroll betritt auch sein reicher Vater die Bühne der Königsklasse des Motorsports. SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fakten rund um den Stroll-Clan.

Der 18-jährige Lance Stroll erhält in der nächsten Saison ein Cockpit im Williams-Team und löst Max Verstappen als jüngsten Formel-1-Piloten ab.

Einen entscheidenden Anteil daran soll sein vermögender Vater haben. SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen rund um den Stroll-Clan. 

Wer ist Lawrence Stroll?

Lawrence Stroll ist ein in Montreal geborener Kanadier, der inzwischen in Genf lebt. 

Er ist verheiratet mit der in Belgien geborenen Claire-Anne Stroll (geborene Callens), die ein Mode-Unternehmen names Callens leitet. Die beiden haben mit Lance und Tocher Chloe zwei Kinder.

Wie wurde Stroll so vermögend?

Stroll zog zunächst im Hintergrund bei Tommy Hilfiger, dann bei Pepe Jeans sowie bei Aufstieg und Börsengang des New Yorker Modedesigners Michael Kors die Fäden. 

Im letzten Jahr zählte Stroll zu den 300 reichsten Menschen der Welt. Sein Vermögen wird laut Forbes auf 2,4 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Was hat Stroll mit Motorsport zu tun?

Stroll ist ein riesiger Autonarr mit einer Vorliebe für Ferrari, von denen er 25 besitzt. 

Seine Leidenschaft lässt er sich einiges kosten. So ersteigerte er 2013 einen 1967er Ferrari GTB/4 S NART Spider für stolze 27,5 Millionen Euro. 

Stroll kauft sich die Autos aber nicht nur zum Anschauen: "Wenn ich meine Autos benutze, bin ich tough: Ich nutze ihre hundertprozentige Leistung. Wenn Bedingungen und Gesetz es erlauben, versuche ich gern die Empfindungen zu spüren, die nur ein Ferrari einem geben kann", sagte Stroll einmal.

Wie plante er die Rennsport-Karriere seines Sohnes?

Nach seinem Ausstieg aus dem Aktionärpool bei Michael Kors widmete sich Lawrence Stoll der geplanten Rennsport-Karriere seines Sohnes.

Als es mit dem Kauf von Sauber nicht klappte, suchte er einen neuen Weg, um seinen Sohn in die Formel 1 zu bringen. Stroll jr. sollte sich über die Formel 3 empfehlen, weshalb der Vater sich bei Prema in den besten Formel-3-Rennstall einkaufte.

Nach Anlaufschwierigkeiten gewann Stroll jr. im zweiten Jahr souverän die Formel-3-Europameisterschaft. Gerüchten zufolge wurde ihm das durch nicht überholende Teamkollegen auch etwas leichter gemacht.

Hat er seinem Sohn ein Formel-1-Cockpit gekauft?

Bereits 2015 kursierten Gerüchte, dass Lawrence Stroll in Verhandlungen mit dem Williams-Rennstall steht. Er soll sich Anteile am Team gekauft haben, um seinem Sohn ein Cockpit zu sichern. Teamchefin Claire Williams widerspricht dem aber.

Es wäre sowieso falsch, Strolls Aufstieg allein auf das Geld des Vaters zu schieben. Der 18-Jährige besitzt zweifelsohne Talent - beim extrem schnellem Aufstieg profitierte er aber dennoch vom Geld seines Vaters.

"Motorsport ist ein Sport, wo Geld wichtig ist. Natürlich bin ich sehr glücklich, dass mein Vater mir in diesem teuren Sport hilft", gibt Stroll offen zu.

Warum fährt Lance Stroll nicht Ferrari?

Der ursprüngliche Plan von Lawrence Stroll sah natürlich vor, seinen Sohn in einem Ferrari unterzubringen. 

So wurde Lance Stroll Mitglied in der Ferrari Driver Academy und gehörte von 2010 bis 2015 zum Juniorprogramm in Maranello an, bevor er als Entwicklungsfahrer zu Williams wechselte.

Doch der Vater soll sich mit einigen Verantwortlichen gestritten haben, und die Aussichten auf ein Stammcockpit bei Ferrari wären in absehbarer Zeit gering gewesen.

Profitiert Mick Schumacher von Strolls Aufstieg?

Stroll gehört das Formel-3-Team Prema Power, für das Mick Schumacher 2017 gerne fahren würde. Da Strolls Sohn zu Williams wechselt, wäre ein Platz im Team frei.

Schumacher Chancen stehen offenbar gut, denn in diesen Tagen bestreitet er bereits Testfahrten im Formel-3-Boliden des Teams auf dem Nürburgring.

Wie es der Zufall will, ist Micks Vater Michael Schumacher zudem das große Vorbild von Lance Stroll: "Er ist mein Idol, zu ihm sehe ich auf. Er hat hart für seine Siege gearbeitet und ist trotz des enormen Erfolgs auf dem Boden geblieben. Das bewundere ich an ihm", sagte Stroll.

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