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F1 Grand Prix of China
Max Verstappen (erste Reihe, Mitte) wurde zum Fahrer des Tages gewählt © Getty Images

München - Max Verstappen beschreibt seine phänomenale erste Runde beim China-GP. Lewis Hamilton erwartet ein spannendes Jahr. Sein Teamkollege übt Selbstkritik. Stimmen.

Lewis Hamilton mag den Großen Preis von China gewonnen haben, doch der heimliche Sieger des Tages war Max Verstappen, der von Startplatz 16 noch auf das Podest raste.

Besonders bemerkenswert war dabei seine erste Runde, in der der Red-Bull-Pilot gleich neun Fahrer überholte. Verstappen, der zum Fahrer des Tages gewählt wurde, verglich seine erste Runde sogar mit einem "Videospiel".

Sebastian Vettel ärgerte sich derweil weniger über die Strategie von Ferrari als darüber, dass er hinter seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen rundenlang feststeckte.

SPORT1 fasst die Pressestimmen zusammen:

Lewis Hamilton (Mercedes), Platz 1: "Heute war es für uns sehr schwierig zu sagen, wann man die Intermediates nimmt. Es war aber immer schwierig, weil der größte Teil der Strecke trocken war, aber die Kurven alle nass. Sebastian und ich fuhren zum Schluss die gleichen Zeiten. Wenn noch mal ein Safety Car gekommen wäre, wäre es ganz eng geworden. Ich freue mich auf die kommenden Duelle mit Sebastian. Das kann ein großartiges, spannendes Jahr werden."

Sebastian Vettel (Ferrari), Platz 2: "Der Start war okay, dann merkte ich, dass die Intermediates sehr schnell abbauen. Ein Teil der Strecke war trocken, da wusste ich, die halten nicht lange. Wir haben das beim Virtual Safety Car schon richtig gemacht. Das Safety-Car danach war einfach Pech. Ich hing länger hinter Kimi fest und bin echt sauer geworden. Es war trotzdem ein tolles und spannendes Rennen, ein toller Kampf, das hat richtig Spaß gemacht."

Max Verstappen (Red Bull), Platz 3: "Ein tolles Rennen. In der ersten Runde habe ich neun Gegner überholt, das fühlte sich an wie beim Videospiel, das hat irre Spaß gemacht. Die Balance war im Rennen nicht ideal, weil ich im freien Training und in der Quali kaum zum Fahren gekommen war. Ich hatte zu viel Untersteuern, und es war nicht einfach, die Vorderreifen am Leben zu halten. Ich hätte vor dem Rennen nie gedacht, dass ich von so weit hinten auf dem Podest landen würde."

Valtteri Bottas (Mercedes), Platz 6: "Ich habe versucht, hinter dem Safety-Car die Reifen möglichst gut aufzuwärmen und war dann etwas zu aggressiv, deshalb drehte ich mich. Dadurch fiel ich weit zurück. Wir haben heute wegen meines dummen Fehlers Punkte liegen lassen. Ich bin nur froh, dass es bereits nächstes Wochenende in Bahrain weitergeht."

Fernando Alonso (McLaren), Platz 10: "Der Speedunterschied zu den Topfahrern war unglaublich. Trotzdem lagen wir bei diesen schwierigen Bedingungen heute auf P6. Das ist für uns das Wichtigste. Wir haben wieder einmal bewiesen, wie hungrig wir sind. Wenn sich eine Möglichkeit ergibt, dann werden wir da sein, um sie zu nutzen. Das war auch heute wieder ein Beispiel dafür."

Niki Lauda (Mercedes-Aufsichtsratschef): "Mir fällt ein Stein vom Herzen. Lewis hat ein unglaubliches Rennen gezeigt, und das unter schwierigsten Bedingungen, weil die Piste am Anfang noch nass war. Lewis hat alles richtig gemacht. Wir haben Gott sei Dank zurückgeschlagen und Ferrari in Schach halten können. Auch strategisch war alles in Ordnung. Wir haben die richtigen Entscheidungen gefällt, uns in dieser Hinsicht keine Fehler erlaubt und das Rennen gewonnen - mehr kann man nicht verlangen."

Maurizio Arrivabene (Ferrari-Teamchef): "Ich denke, wir hatten einfach Pech mit dem Safety-Car. So ist es eben manchmal im Motorsport: Mal hast du Glück, mal eben nicht. Das Wichtigste aber ist: Wir sind endlich in der Lage, mit Mercedes zu kämpfen. Das ist die gute Nachricht. Und das ist das Schöne an der Formel 1 2017. Jedes Rennen schreibt seine eigene Geschichte. Aber in Bahrain wird es sicher wieder lustig. Warten wir es ab."

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