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Witali Mutko ist russischer Sportminister
Russlands Sportminister Witaly Mutko hat erneut schwere Vorwürfe gegen den Leichtathletik-Weltverband IAAF erhoben © Getty Images

Die IAAF schließt Russlands Leichtathleten bis auf zwei Ausnahmen endgültig von Olympia aus. Sportminister Mutko reagiert empört und erhebt schwere Vorwürfe.

Nachdem die IAAF 134 individuelle Bewerbungen russischer Leichtathleten auf Zulassung als "neutrale Person" abgelehnt hat, erhebt Russlands Sportminister Witaly Mutko erneut schwere Vorwürfe gegen den Leichtathletik-Weltverband. 

Laut der Nachrichtenagentur Tass behauptete Mutko, der Ausschluss russischer Leichtathleten sei illegal und die Athleten würden ihrer Freiheit beraubt. Zudem forderte er die Auflösung des Weltverbandes. 

Die endgültige Entscheidung bezüglich des Ausschlusses ist allerdings noch nicht gefallen. Dazu muss noch das Sport-Schiedsgericht CAS den Einspruch der russischen Athleten bewerten. Im Falle einer Ablehnung kündigte Mutko bereits an, ein ordentliches Gericht anrufen zu wollen.

Neben Julia Stepanowa, der Kronzeugin der Ermittlungen gegen den russischen Verband, erfüllt laut der IAAF nur die Weitspringerin Darija Klischina, die in Florida lebt und trainiert, die Kriterien der IAAF.

McLaren-Bericht soll weitere Vorwürfe klären

Im Laufe der Woche wird zudem der kanadische Anwalt Richard McLaren seinen Bericht zum Vorwurf des systematischen Dopings in anderen russischen Sportverbänden vorstellen. Der Jurist war von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) beauftragt worden, herauszufinden, ob es in Russland ein vom Staat gesteuertes Doping-System gab und gibt.

Der Bericht soll außerdem klären, ob im Zuge des staatlichen Doping-Programms bei den Winterspielen in Sotschi 2014 mehr als hundert Doping-Proben russischer Athleten durch den Leiter des Anti-Doping-Labors und den Geheimdienst ausgetauscht wurden.

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