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Marcel Kittel (blaues Trikot) musste sich beim Auftakt Mark Cavendish geschlagen geben
Marcel Kittel (blaues Trikot) musste sich beim Auftakt Mark Cavendish geschlagen geben © Getty Images

Mark Cavendish sichert sich beim Auftakt der Tour de France das erste Gelbe Trikot - der deutsche Sprinter Marcel Kittel hat das Nachsehen. Peter Sagan landet auf Platz 3.

Marcel Kittel hat den Sieg auf der ersten Etappe der 103. Tour de France knapp verfehlt und damit auch den Sprung ins Gelbe Trikot verpasst. Der 28-Jährige vom Team Etixx-Quick Step belegte zum Auftakt im Massensprint nach 188 km am Utah Beach Platz zwei hinter dem britischen Ex-Weltmeister Mark Cavendish (Großbritannien/Dimension Data).

Der deutsche Meister André Greipel (Rostock/Lotto-Soudal) wurde Vierter hinter dem slowakischen Weltmeister Peter Sagan (Tinkoff), nachdem er im Finale in eine denkbar schlechte Position gerutscht war. 

Der Schlusssprint in der Normandie wurde weniger als einen Kilometer vor dem Ziel von einem Massensturz überschattet. Zuvor war bereits der zweimalige Toursieger Alberto Contador (Spanien/Tinkoff) schwer auf die Schulter gestürzt, konnte das Rennen aber wie die weiteren Favoriten auf den Gesamtsieg um Titelverteidiger Chris Froome (Großbritannien/Sky) ohne Zeitverlust beenden.

Kittel (Arnstadt) verpasste damit den Hattrick. 2013 und 2014 hatte er die erste Etappe gewonnen und damit Gelb geholt. 2015, als die Tour mit einem kurzen Einzelzeitfahren eröffnet wurde, fehlte der Thüringer.

Voss holt Bergtrikot

Das Bergtrikot hatte zuvor der Rostocker Paul Voss erobert. Der 30-Jährige vom Team Bora-Argon 18 gewann die beiden Bergwertungen der 4. Kategorie und sicherte sich damit jeweils den einzigen vergebenen Punkt.

"Eigentlich kann ich jetzt nach Hause fahren, ich habe ein Trikot geholt", sagte Voss in der ARD: "Es ist ein Tag, den ich genießen werden." Voss ist der siebte deutsche Profi, der das gepunktete Jersey bei der Tour tragen darf. Zuletzt war Tony Martin 2014 im Bergtrikot unterwegs. 

Die zweite Etappe führt am Sonntag ebenfalls durch die Normandie über 183 km von Saint-Lô nach Cherbourg. Angesichts des schwierigen Finals mit einer anspruchsvollen Bergwertung der 3. Kategorie dürfte dabei kein Sprinter vorne liegen.

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