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Deutschlands Rugby-Kapitän Michael Poppmeier fängt beim ersten Duell mit Brasilien einen Gasseneinwurf
Deutschlands Rugby-Kapitän Michael Poppmeier fängt beim ersten Duell mit Brasilien einen Gasseneinwurf © dpa Picture-Alliance

München - Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft hat mit überzeugenden Leistungen aufmerksam gemacht. SPORT1 erklärt die Gründe für die wachsende Stärke.

Rugby in Deutschland ist auf dem Vormarsch - und am kommenden Samstag bietet sich der deutschen 15er-Nationalmannschaft (DRV XV) die nächste Möglichkeit dies zu untermauern.

Dann trifft das Team von Nationaltrainer Kobus Potgieter zum Abschluss der November-Testserie auf Brasilien (ab 14.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, im kostenlosen LIVESTREAM und via Facebook Live). 

Das Spiel im Leipziger Bruno-Plache-Stadion ist der letzte Härtetest vor der Rugby-Europameisterschaft 2017. Kapitän Michael Poppmeier ist "zuversichtlich, dass wir am Samstag mit einer guten Leistung das Länderspieljahr 2016 auf deutschem Boden ungeschlagen beenden werden".

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Das deutsche Team möchte mit Schwung in die EM-Serie starten, bei der Deutschland auf die Top-Nationen Georgien, Rumänien, Russland, Spanien und Belgien treffen wird. Die EM ist gleichzeitig auch der Startschuss für die WM-Qualifikation zur Rugby WM 2019 in Japan, für die sich die DRV XV erstmals qualifizieren möchte.

SPORT1 erklärt, warum Deutschland an der Tür zur Rugby-Weltspitze anklopft:

- Ein eingeschworenes Team

Nationaltrainer Kobus Potgieter hat eine vielversprechende DRV-XV zusammengestellt und erfolgreich auf die ambitionierten Ziele eingeschworen. Für die Weltranglistenspiele und die damit verbundenen Trainingslehrgänge gewann er auch die Spieler, die im Ausland unter Vertrag stehen - keine Selbstverständlichkeit in der Vergangenheit.

Die DRV-XV besticht durch einen enormen Willen. Niemand gibt sich auf und jeder nimmt seine Rolle defensiv und offensiv an.

Die Deutschen mögen nicht die besten Individualisten haben, doch mit ihrem Teamgeist und ihrem Kampfgeist können sie sich zu unerwarteten Leistungen aufschwingen. Bestes Beispiel ist die Partie gegen Uruguay, als sich das DRV-Team auch von einem relativ deutlichen Halbzeit-Rückstand nicht schocken ließ und sich mit dem Sieg belohnte.

Einziges Manko in den bisherigen Spielen war die Chancenverwertung.

- Siege stärken das Selbstbewusstsein

In fünf Begegnungen des European Nations Cup 2014 - 2016 feierte die Nationalmannschaft einen Sieg (50:27 gegen Portugal), und spielte zudem noch einmal Unentschieden (17:17 gegen Spanien). Drei Spiele gingen verloren, dennoch stand für die DRX XV der Verbleib in der besten Division (1A) des höchsten Rugby-Union-Wettbewerbs unterhalb der Six Nations.

Dieses Turnier tragen jährlich die europäischen Top-Nationen England, Schottland, Wales, Irland, Frankreich und Italien untereinander aus.

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In den ersten beiden Spielen der November-Testserie gegen Uruguay und Brasilien bestätigte das Nationalteam den Aufwärtstrend, gegen den mehrmaligen WM-Teilnehmer Uruguay feierte Deutschland einen historischen Sieg.

Dank des sensationellen Erfolgs gegen den damaligen Weltranglisten-20. machte Deutschland in der Weltrangliste zwischenzeitlich einen Sprung nach vorne auf Platz 23 - das ist die bislang beste Platzierung einer deutschen Rugby-Mannschaft.

Am vergangenen Samstag folgte ein 16:6-Erfolg gegen das aufstrebende Team aus Brasilien.

- Das wachsende Interesse der Öffentlichkeit

Im Heidelberger Fritz-Grunebaum-Sportpark, dem traditionellen "Wohnzimmer" der deutschen Rugby-Nationalmannschaft, musste soeben eine zweite Tribüne gebaut werden - um dem steigenden Zuschauerandrang gerecht zu werden. Das erste Duell mit Brasilien verfolgten 2500 Fans vor Ort, unter ihnen DOSB-Präsident Alfons Hörmann.

Das Spiel gegen Uruguay fand im Frankfurter Volksbank-Stadion vor 3500 Zuschauern statt - in überaus stimmungsvoller Atmosphäre. Das deutsche Rugby wächst an seinen Aufgaben, das Fan-Interesse wächst mit.

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