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Isabelle Härle gewann bei der WM in Barcelona 2013 Gold im Teamwettbewerb
Isabelle Härle gewann bei der WM in Barcelona 2013 Gold im Teamwettbewerb © getty

Zusammen mit Rekordweltmeister Thomas Lurz und Vize-Europameister Rob Muffels erreichte die 26-jährige Isabelle Härle bei der EM in Berlin im Mannschaftsrennen über fünf Kilometer auf der Regattastrecke Grünau als Dritte das Ziel.

"Das war richtig scheiße", sagte Härle und kämpfte mit den Tränen, "es tut mir leid für die Jungs. Wir wollten Gold, aber es ging nicht mehr."

Der Essenerin, die vor einem Jahr mit Lurz und Christian Reichert noch den Teamtitel bei der WM in Barcelona gewonnen hatte, war zehn Minuten vor dem Start der Anzug gerissen, sie musste in aller Hektik in einen gebrauchten Ersatzanzug schlüpfen.

Lurz tröstete Härle. "Man muss auch mal mit Bronze zufrieden sein, man kann nicht jedes Rennen gewinnen", sagte der 34-Jährige, der nach Silber über zehn und Bronze über fünf Kilometer seine persönliche Bilanz auf dreimal EM-Edelmetall in Berlin und insgesamt 33 internationale Medaillen aufstockte.

Der Rückstand auf Sieger Niederlande mit den beiden Einzeleuropameistern Ferry Weertman und Sharon van Rouwendaal (55: 47,8 Minuten) betrug 27,0 Sekunden.

Silber ging an Griechenland. Titelverteidiger Italien lag als Vierter nur 2,8 Sekunden hinter dem deutschen Trio.

Es war bereits die fünfte Medaille für die Freiwasserschwimmer des Deutschen Schwimm-Verbandes bei der Heim-EM.

Die Wettbewerbe auf der Olympiastrecke der Ruderer und Kanuten von 1936 enden am Sonntag mit den Rennen über 25 Kilometer.

Dann peilt die zweimalige Weltmeisterin Angela Maurer einen Platz auf dem Podest an.

Ausnahmeschwimmer Lurz wird dagegen wohl auf einen vierten Start in Grünau verzichten: "Die Tendenz ist eher nein, ich bin keine 18 mehr."

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