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Chris Evert gilt als eine der erfolgreichsten Tennisspielerinnen aus den USA
Chris Evert gilt als eine der erfolgreichsten Tennisspielerinnen aus den USA © Getty Images

Die US-Tennislegende Chris Evert glaubt, dass Angelique Kerber das Zeug zu einem Grand-Slam-Titel hat. Die 60-Jährige attestiert der Weltranglistenelften nur eine Schwäche.

Tennis-Ikone Chris Evert traut Angelique Kerber einen Triumph bei einem Grand-Slam-Turnier zu - auch schon bei den derzeit in Paris stattfindenden French Open (DATENCENTER: Spielplan/Ergebnisse).

"Sie ist die härteste der deutschen Spielerinnen, mental am stärksten und eine Kämpferin. Sie ist Deutschlands größte Hoffnung", sagte die US-Amerikanerin Evert in der Sport Bild über die Weltranglistenelfte und lobte sie als "starke Defensivspielerin".

Die 60 Jahre alte Evert, die zwischen 1974 und 1986 insgesamt 18 Major-Turniere gewann, sieht Kerber auch im Vorteil gegenüber Sabine Lisicki.

Die Berlinerin hatte 2013 immerhin im Finale von Wimbledon gestanden, dort aber gegen die Französin Marion Bartoli verloren. "Kerber ist konstanter und auch mental stärker. Das muss man sein, um ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen", meinte Evert.

Der bislang letzte deutsche Grand-Slam-Coup war Steffi Graf vor 16 Jahren bei den French Open geglückt - es war ihr 22 Major-Erfolg.

Evert glaubt sogar, dass Linkshänderin Kerber gerade auf Sand die besten Chancen hat, einen ganz großen Titel zu holen. "Das Spiel ist langsamer, dadurch hat sie etwas mehr Zeit, sich für die Schläge hinzustellen", sagte die ehemalige Nummer eins.

Als größten Schwachpunkt hat die Ikone aus Florida den Aufschlag der Kielerin ausgemacht. Daher glaube sie auch nicht, dass Kerber "jemals" Wimbledon gewinnen könnte, meinte Evert: "Ich hoffe, dass ihr jemand mit dem Aufschlag helfen kann. Der hält sie wirklich zurück."

Fed-Cup-Spielerin Kerber hatte bislang zweimal im Halbfinale eines Grand Slams gestanden: 2012 in Wimbledon und 2011 bei den US Open. Nach einer Krise zu Beginn des Jahres hatte sie zuletzt mit den Siegen bei den Sandplatzturnieren in Charleston und Stuttgart ihre Liebe zur Asche dokumentiert.

"Ich dachte lange, dass mein Spiel nicht so sandplatzspezifisch ist, deshalb hatte ich dann nicht die notwendige Geduld. Mittlerweile schenke ich dem Sand jetzt mehr Vertrauen", sagte Kerber.

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