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Previews: The Championships - Wimbledon 2016
Angelique Kerber hat in ihrem ersten Match wenig Probleme © Getty Images

London - In nicht mal einer Stunde bezwingt die Finalistin von 2013, Sabine Lisicki, ihre Auftaktgegnerin in Wimbledon. Auch Angelique Kerber kommt ohne Probleme weiter.

Sabine Lisicki und Angelique Kerber haben in Wimbledon im Eiltempo die zweite Runde erreicht.

Lisicki gewann zum Auftakt des ältesten und zugleich bedeutendsten Tennisturniers der Welt in nur 59 Minuten gegen Shelby Rogers (USA) mit 6:1, 6:3.

Lisicki trifft nun auf die frühere US-Open-Siegerin Samantha Stosur (Australien/Nr. 14), die die Polin Magda Linette mit 7:5, 6:3 bezwang.

Paris-Viertelfinalistin Rogers war eine dankbare Gegnerin für Lisicki, die seit Monaten auf der Suche nach ihrer Bestform ist. Schon bei ihrem Debüt im All England Club im vergangenen Jahr war Rogers in Runde eins mit 0:6, 0:6 gegen Andrea Petkovic (Darmstadt) ausgeschieden.

Auf Platz 81 abgestürzt

Lisicki nutzte ihre Routine auf Rasen und ihre Schlaghärte gekonnt aus, auch wenn noch nicht alles zusammenlief. Der Aufschlag, ihre stärkste Waffe, funktionierte zunächst ordentlich.

Lisicki servierte neun Asse, zum Teil mit fast 200 km/h. Als Rogers im zweiten Satz etwas besser ins Spiel fand, stieg allerdings auch Lisickis Fehlerquote - sie kassierte zwei Breaks.

Nach einer Saison voller privater Probleme und Selbstzweifel ist Lisicki bis auf Platz 81 der Weltrangliste abgestürzt. In Wimbledon, wo sie 2013 das Endspiel, 2011 das Halbfinale, sowie dreimal das Viertelfinale (2009, 2012, 2014) erreicht hat, soll die Trendwende gelingen. Betreut wird Lisicki im All England Club vom Spanier Salvador Navarro, gegen Rogers unterstützten sie auf der Tribüne Golfstar Martin Kaymer und Bundestrainerin Barbara Rittner.

Auch Kerber souverän weiter

Kerber, aktuell Weltranglistenvierte, gewann zum Auftakt gegen die Britin Laura Robson nach 69 Minuten 6:2, 6:2. Kerber trifft nun auf Varvara Lepchenko (USA).

Für Kerber war es der erste Grand-Slam-Erfolg seit ihrem Triumph in Melbourne im Januar. Bei den French Open in Paris war die 28-Jährige überraschend bereits in der ersten Runde ausgeschieden.

Barthel beendet Niederlagenserie

Die frühere Fed-Cup-Spielerin Mona Barthel hat in Wimbledon ihr erstes Match auf der Profitour seit mehr als sechs Monaten gewonnen. Die Weltranglisten-68. aus Neumünster setzte sich zum Auftakt im All England Club gegen Danka Kovinic (Montenegro) 6:2, 7:6 (7:3) durch und zog als fünfte deutsche Spielerin in die zweite Runde ein.

Barthel hatte zu Beginn des Jahres ein rätselhafter Virus weit zurückgeworfen. Sieben Wochen war sie ans Bett gefesselt, konnte nicht einmal ein paar Meter am Stück gehen. Die Ärzte konnten ihr nicht helfen, sie hatten keine schlüssige Erklärung. Zwischen den Australian und den French Open pausierte sie, in Paris und beim Rasenturnier in Nottingham verlor sie ihre Matches.

In Wimbledon trifft Barthel (25), die mittlerweile von Ex-Profi und Ex-Lisicki-Coach Christopher Kas betreut wird, auf die Niederländerin Kiki Bertens, die in Roland Garros im Halbfinale stand.

Vor Barthel erreichten auch Carina Witthöft und Anna-Lena Friedsam die zweite Runde. Ausgeschieden sind dagegen Laura Siegemund und Julia Görges.

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