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München - Zwei Wochen nach ihrem Triumph bei den US Open spricht Angelique Kerber bei SPORT1. Die neue Nummer eins der Welt arbeitet schon daran, ihre Position zu festigen.

Mit dem Gewinn der US Open und dem Sprung an die Spitze der WTA-Weltrangliste hat Angelique Kerber im September zwei große Karriereziele erreicht.

Anschließend stand erst einmal Urlaub an: Bei Oma und Opa entspannte sie sich im polnischen Puszczykowo zwei Wochen lang und erholte sich von den Strapazen der vergangenen Monate. Vor dem Saisonendspurt in Asien traf SPORT1 die 28-Jährige bei einem Sponsorentermin in München.

Im SPORT1-Interview spricht die neue Nummer eins im Damentennis über ihre Ziele, Glücksbringer und prominente Glückwünsche.

SPORT1: Frau Kerber, konnten Sie im Urlaub bei Ihren Großeltern richtig entspannen?

Angelique Kerber: Ich konnte mich entspannen und es war auch wichtig für mich, dass ich an einigen Tagen gar nichts mache. Ich konnte mit Freunden und meiner Familie ein paar schöne Stunden genießen. Ich fühle mich wieder gut, bin auch wieder im Training und kann mich auf die nächsten Aufgaben vorbereiten.

SPORT1: Was haben Sie am meisten genossen?

Kerber: Dass ich Zeit für mich hatte. Ich habe nicht immer auf die Uhr schauen müssen und einfach mal ohne Zeitdruck gelebt. Der Tennisschläger stand für einige Tage in der Ecke, ich hatte in den letzten Wochen doch sehr viel gespielt. Zwischendurch habe ich mich trotzdem fit gehalten.

SPORT1: Hat Ihnen Steffi Graf Tipps gegeben, wie man die Nummer eins der Welt bleiben kann?

Kerber: Nein, das hat sie nicht. Sie hat mir nach den US Open geschrieben, das war ein gutes Gefühl für mich. Ich werde das für mich alleine erfahren müssen.

SPORT1: Worauf wird es für Sie demnächst ankommen?

Kerber: Ich muss wie in den letzten Monaten entspannt bleiben. Ich muss mein Ding weitermachen und versuchen, jedes Match zu gewinnen. Mein Ziel ist es, am Ende des Jahres die Nummer eins zu sein. So lange will ich es einfach genießen.

SPORT1: Wer wird in den kommenden Jahren Ihre stärkste Rivalin sein?

Kerber: Auf jeden Fall Serena Williams. Sie will noch diverse Rekorde brechen. Aber auch die Jungen, die in Turnieren schon weit gekommen sind und viel erreicht haben. Die Konkurrenz wird immer stärker werden.

SPORT1: Haben Sie sich aus New York ein spezielles Andenken mitgenommen? Fabian Hambüchen hat beispielsweise sein Reck mitgebracht, auf dem er in Rio Gold geholt hat.

Kerber: Nicht wirklich. Für mich ist der Pokal das Andenken, so war es auch schon bei den Australian Open (bei Kerbers erstem Grand-Slam-Sieg, Anm. d. Red.).

SPORT1: Sie tragen schon seit Jahren eine Kette als Glücksbringer. Welchen Anteil hat sie an Ihrem Erfolg gehabt?

Kerber: Sie ist schon seit Jahren ein Glücksbringer. Ich hab sie auch damals in New York bei den US Open gekauft. Aber was sie für einen Anteil hatte, kann ich so nicht sagen.

SPORT1: Viele Glückwünsche haben Sie erreicht, aber auch ein ganz großer Sportstar hat Ihnen gratuliert.

(Video mit Gratulation von Dirk Nowitzki wird gezeigt)

Kerber: Der Dirk, so wie er ist (lacht). Wir haben uns in Wimbledon vor Jahren das erste Mal getroffen. Von so einem Sportler Glückwünsche zu bekommen ist etwas Schönes. Er spielt ja selbst Tennis und hat sicherlich auch mit mir mitgefiebert.

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SPORT1: Was gibt es noch für Ziele für die Nummer eins der Welt und was wäre ihr größter persönlicher Traum?

Kerber: Ich will so lange wie möglich dort oben sein und es gibt immer noch Grand Slams, die ich noch nicht gewonnen habe (French Open und Wimbledon, Anm. d. Red.). Dieses Jahr will ich auch bei den Masters in Singapur erfolgreich sein. Persönlich will ich gesund bleiben und alles genießen, was jetzt noch passiert.

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