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Dimitrij Ovtcharov konnte die Niederlage mit zwei Siegen nicht verhindern
Dimitrij Ovtcharov konnte die Niederlage mit zwei Siegen nicht verhindern © Getty Images

Die deutschen Tischtennis-Herren müssen sich bei der EM in Jekaterienburg im Finale überraschend Österreich geschlagen geben. Nur Starspieler Dimitrij Ovtcharov überzeugt.

Eine unerwartete Finalpleite der Herren hat den Teams des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) bei der EM in Jekaterinburg das zweite Mannschafts-Double verdorben.

Die Auswahl von Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf scheiterte im Endspiel durch ein 2:3 gegen Österreich zum zweiten Mal in Folge beim Griff nach ihrem siebten EM-Gold, nachdem die WM-Zweiten von 2007 bis 2013 sechsmal nacheinander auf den kontinentalen Titel abonniert waren.

Der Nackenschlag für Dimitrij Ovtcharov und Co. dämpfte die Freude im DTTB-Lager über den gelungenen Titelhattrick des deutschen Damen-Teams erheblich. Vor dem Herren-Finale hatte die Mannschaft von Damen-Bundestrainerin Jie Schöpp das Finale gegen Rumänien souverän mit 3:0 für sich entschieden und durch den dritten EM-Erfolg in Serie ihren insgesamt siebten Titel bei EM-Turnieren gewonnen.

Roßkopfs Mannschaft geriet ohne EM-Rekordsieger Timo Boll (Knieoperation) gegen Österreich in ihrem achten EM-Endspiel in Folge durch Niederlagen von Patrick Baum im Auftakteinzel und von Patrick Franziska zweimal in Rückstand. Die jeweils anschließenden Erfolge des Weltranglistenfünften Ovtcharov verhinderten zunächst zwar eine frühere Entscheidung.

Doch nach Baums zweiter Niederlage mussten Roßkopfs Spielern den Österreichern zum ersten EM-Triumph gratulieren. Die feierten ihr historisches "Plastikball-Cordoba", wie die Sportwebsite Laola1.at in Anspielung auf das 2:1 der ÖFB-Fußballer schrieb, das Deutschlands Vorrunden-Aus bei der WM 1978 besiegelte.

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