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Equanimeous St. Brown spielt ab der kommenden Saison mit seiner Lieblingsnummer 6 für Notre Dame © SPORT1 Grafik: Philipp Heinemann/facebook.com/@NDFootball/Getty Images

München und South Bend - Die St. Browns sind die Hoffnung auf einen deutschen NFL-Star. Equanimeous St. Brown startet in die College-Saison und spricht bei SPORT1 auch über Odell Beckham und Fußball.

Björn Werner gefeuert, Sebastian Vollmers Zukunft ungewiss - in der NFL könnte es für die Deutschen aktuell besser laufen.

Die größte Hoffnung auf einen Star bietet ohnehin eine außergewöhnliche Familie.

Den Receiver-Brüdern Equanimeous, Osiris und Amon-Ra St. Brown wird eine große Zukunft vorhergesagt. Die beiden jüngeren Söhne eines ehemaligen Mr. Universum und einer deutschen Mutter spielten bereits für Deutschland und werden in den kommenden Jahren in den College Football wechseln.

Equanimeous, der älteste der St. Browns, startet am Wochenende mit den Notre Dame Fighting Irish in seine zweite Spielzeit (Mo., ab 1.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) und hat große Ziele.

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Bei SPORT1 spricht "EQ" auch über seine Vorreiter-Rolle, Vorbild Odell Beckham sowie Fußball und verspricht den Meistertitel.

SPORT1: Herr St. Brown, Sie gehen in Ihr in zweites College-Jahr an der Notre Dame. Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

Equanimeous St. Brown: Ich möchte auf jeden Fall starten und mit Notre Dame Meister werden. Außerdem fange ich jetzt an der Business School an. Da möchte ich auch einen guten Start hinlegen. Wenn man im Studium seine Leistung nicht bringt, kann man sehr schnell seinen Platz im Team verlieren. Ein kleines Ziel habe ich schon erreicht. Ich spiele ab dieser Saison wieder mit der Nummer 6. Bis auf vergangenes Jahr habe ich die seit meiner Kindheit.

SPORT1: Ist die Doppelbelastung Studium/Football jetzt etwas einfacher zu stemmen, weil Sie sich eingelebt haben?

St. Brown: Es wird eher schwerer, weil jetzt mein Hauptstudium losgeht und ich meine Startposition verteidigen muss. Der Druck im Hörsaal und auf dem Trainingsplatz ist groß. Aber das ist schon okay, nur so kann ich mich weiterentwickeln.

SPORT1: Die Irish haben einige Spieler in die NFL abgeben - auch Receiver Will Fuller. Ist das für Sie ein Vorteil, um mehr Spielzeit zu bekommen und seinen Fußstapfen in Richtung NFL zu folgen?

St. Brown: Eine von den beiden frei gewordenen Positionen möchte ich auf jeden Fall beanspruchen. Ich lerne täglich neue Dinge und spreche mit unseren Offense-Coaches. Ich glaube, ich habe eine gute Chance.

SPORT1: Die mediale Aufmerksamkeit für Football in Deutschland wird größer, in den USA wird Notre Dame auch sehr genau verfolgt. Wie gehen Sie damit um?

St. Brown: Ich lese in der Regel nicht, was über mich geschrieben wird. Über Freunde und Familie bekommst du immer etwas mit, aber ich versuche, mich nur auf das Training und die akademischen Aufgaben zu konzentrieren. Das ist schon mehr als ein Full-Time-Job. Trotzdem freut es mich, dass Football in Deutschland steigendes Interesse erlangt. So ist das auch hier mit Fußball. Ich sehe oft Leute mit Trikots von deutschen Fußballvereinen. Ich finde es toll, weil ich ja auch Fußball-Fan bin.

SPORT1: In Deutschland gibt es es einen Football-Boom. Moritz Böhringer ist auch in den Staaten ein sehr großes Thema - auch weil er wie Sie Receiver ist. Haben Sie den Hype um ihn verfolgt?

St. Brown: Am Rande habe ich das mitbekommen. Ein paar Leute haben mich auch auf ihn angesprochen. Es ist schon toll, dass immer mehr deutsche Spieler versuchen, in die NFL zu kommen. Davon kann der Sport nur profitieren.

SPORT1: Zuletzt war Giants-Star Odell Beckham Jr. in München. Ist er mit seiner spektakulären Spielweise ein Vorbild für Sie - auch was die Rolle als Football-Botschafter angeht?

St. Brown: Odell ist schon ein cooler Typ. Ich mag seine Art zu spielen, und wie er neben dem Feld auftritt. Ich wäre gern ein Botschafter für Football in Deutschland, meine Brüder auch. Osiris spielt ja ab nächstem Jahr für Stanford und war auch schon für Deutschland im Einsatz. Es ist ein toller Sport, und wenn ich helfen kann, ihn in Deutschland populärer zu machen, würde mich das sehr freuen. 

SPORT1: Ein großes Thema ist nicht erst seit dem Hollywood-Film Concussion die Sicherheit der Spieler. Bangt Ihre Mutter Miriam bei den Spielen mit?

St. Brown: Das spielt natürlich eine Rolle. Meine Mutter ist schon nervös, wenn meine Brüder oder ich spielen. Allerdings sorgt sie sich auch über andere Verletzungen, wie Schulter oder Fußgelenke. Ich blende das auf dem Feld aus.

SPORT1: Gehen wir noch einmal zurück zu Notre Dame. Sind die Playoffs ein realistisches Ziel?

St. Brown: Für mich steht fest, dass wir dieses Jahr den Titel holen. Wir haben ein starkes Team, das noch einmal besser geworden ist, und die Stimmung im Team ist auch super.

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