Von Florian Pertsch

München/Dallas - Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks haben ihre Siegesserie auch gegen die Boston Celtics fortgesetzt und mit dem 118:113 (67:41) den dritten Erfolg nach der Auftaktpleite gegen NBA-Meister San Antonio eingefahren (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Saisonbestleistung gegen Boston

Einen ruhigen Abend verlebten die Zuschauer im heimischen American Airlines Center aber wieder nicht (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Einmal mehr verspielten die Mavs einen riesen Vorsprung ? im zweiten Viertel lag Dallas mit 31 Punkten vorne ? und trieben Head Coach Rick Carlisle die Sorgenfalten auf die Stirn (SERVICE: Der SPORT1-Nowitzki-Watch).

Dirk Nowitzki, der mit 27 Punkten, sieben Rebounds und vier Assists seine Saisonbestleistung ablieferte, wollte das Spiel dennoch nicht schlecht reden.

 "Wir müssen auf die positiven Dinge schauen", so der 36-Jährige: "Wir schaffen es, 20- und 25-Punkte-Vorsprünge herzustellen. Das ist schwer in der NBA. Jetzt müssen wir nur den zweiten Schritt machen und solider in der zweiten Hälfte spielen.

Topscorer der Mavericks war Neuzugang Chandler Parsons mit 29 Punkten, der ebenso wie Nowitzki hochprozentig von Downtown traf.

"Dirkules" verwandelte alle vier Dreipunktwürfe, Parsons leistete sich bei fünf Versuchen nur einen Fehlwurf (Alles zur NBA auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

67 Punkte in 24 Minuten sind außerordentlich gut, doch der Einbruch im dritten Viertel viel nicht minder beeindruckend aus.

38 Zähler kassierte Dallas vor dem Schlussabschnitt und bat eigentlich schon geschlagene Celtics zurück ins Spiel.

"Das ist schon bedenklich", erklärte Parsons: "Ich bin begeistert davon, wie wir uns nach einer vergebenen Führung nicht verrückt machen lassen. Trotzdem dürfen wir solchen Mannschaften einfach gar nicht erst erlauben, in so ein Spiel zurückzukommen."

Aber auch Boston bekam kurz vor dem Ende seine Möglichkeit zum Ausgleich.

Monta Ellis foulte Avery Bradley 39 Sekunden vor dem Ende beim Distanzwurf, doch der Celtics-Guard konnte nur auf 113:114 verkürzen (SHOP: Jetzt Basketball-Artikel kaufen).

Ellis behält die Nerven

Der Mavs-Guard macht seinen Fehler wieder gut und erzielte das 116:113 ? doch auch damit war der Deckel noch nicht drauf.

Bostons Jeff Green verfehlte den möglichen Ausgleich jenseits der 6,75 Meter, um den Abpraller entbrannte ein wildes Gerangel zwischen Parsons und Jared Sullinger (

).

Beim anschließenden Sprungball vertrieb Parsons alle Sorgen um sein Körpergewicht und tippte den Ball zu Ellis.

Der flinke Guard verwandelte anschließend nach einem Foul von Bostons Star Rajon Rondo beide Freiwürfe und sorgte endlich für 118:113-Endstand.

"Schießen uns ständig selbst ins Bein"

"Wenn wir uns auch in Zukunft solche Führungen herausspielen, ist das toll", so Carlisle: "Klappt das, werden wir mit dem Rest klar kommen. Wir finden dafür eine Lösung."

Topscorer der Celtics, die nun eine Bilanz von einem Sieg bei zwei Niederlagen aufweisen, war Jeff Green mit 35 Punkten.

Die starke Leistung konnte den Small Forward aber nicht im Geringsten besänftigen.

"Wir schießen uns ständig selbst ins Bein", ärgerte sich Green: "Wir dürfen die erste Hälfte nicht verpennen, denn dann geht uns am Ende immer die Kraft aus."

Green und Bradley wie Rondo und Ray

Bereits im Spiel zuvor lag Boston gegen die Houston Rockets mit 19 Zählern zur Pause zurück und musste sich mit 90:104 geschlagen geben.

Bradley sorgte mit 32 Zähler für seine persönliche Karrierebestleistung, Rondo lieferte sieben Punkte, starke 15 Assists und neun Rebounds ab.

Im nächsten Spiel sollten sich die Mavericks die Nachlässigkeiten der zweiten Halbzeit tunlichst verkneifen, denn mit den Portland Trail Blazers wartet in der Nacht auf Freitag (ab 4.30 Uhr LIVESCORES) ein deutlich besser besetztes Team auf die Mavericks und Nowitzki.

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