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München - Die Golden State Warriors bauen im Thriller bei den Toronto Raptors ihren Startrekord aus. Stephen Curry legt erneut eine Gala hin, sein Gegenüber steht ihm ihn nichts nach.

Die Golden State Warriors bleiben in der NBA dank Stephen Curry weiter ungeschlagen.

Der MVP des Vorjahres erzielte beim 112:109 (59:49)-Sieg bei den Toronto Raptors 44 Punkte. Die Warriors, die auf die Starter Andrew Bogut und Harrison Barnes verzichten mussten, bauten ihren Startrekord auf 21:0 aus.

Die Raptors lieferten dem Meister allerdings einen harten Kampf. Der Sieg war gemeinsam mit dem 106:103 gegen Utah am Montag der knappste der Saison.

Siebtes 40-Punkte-Spiel

"Das ist richtig gut", sagte Curry: "21 verschiedene Herausforderungen und wir haben es geschafft, bei jeder einzelnen einen Weg zu finden, zu gewinnen. Das macht Spaß."

Curry feierte in Toronto sein siebtes 40-Punkte-Spiel der Saison. Zum ersten Mal in seiner Karriere gelang es ihm, es in aufeinanderfolgenden Spielen zu tun - beim 116:99 in Charlotte hatte er genau 40 Zähler erzielt.

"Es scheint, als ob er die 40 Punkte ohne große Anstrengung macht", sagte Teamkollege Klay Thompson, der mit 26 Punkten ebenfalls eine starke Partie zeigte: "Als ich ein paar Mal 40 gemacht habe, war ich sehr glücklich damit. Aber ihn stellt das nicht zufrieden. Sein Fähigkeitslevel und seine Shootingtalent sind einmalig. Er ist ein wirklich besonderes Talent, das wir vielleicht nie wieder sehen werden."

Lowry hält dagegen

Am Samstag hatte Curry aber ausnahmsweise einen wirklich ebenbürtigen Gegner. Kyle Lowry ließ sich von seinem schier übermenschlichen Gegenüber nicht beeindrucken und erzielte selbst 41 Punkte.

Die Gastgeber glichen zwei Minuten vor dem Ende durch einen Alley-Oop-Dunk von Lucas Nogueira nach einem von Lowrys sieben Assists aus. Nach mehreren Freiwürfen brachte Lowry sein Team zwei Mal erneut auf einen Punkt dran, verfehlte aber auch einen wichtigen Freiwurf.

Stephen Curry war es überlassen, fünf Sekunden vor Schluss mit zwei Freiwürfen den Sieg klar zu machen. Die Raptors konnten nicht mehr kontern, da Cory Joseph den Ball verlor.

Drogba schaut zu

"Wir müssen verstehen, dass sie das beste Team in der Liga sind und wir sie zum zweiten Mal am Rande einer Niederlage hatten", sagte DeMar DeRozan, der auf 16 Punkte kam, aber nur fünf von 19 Versuchen verwandelte: "Es zeigt, wie gut wir sein können. Wir müssen daraus lernen."

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Raptors-Manager Masai Ujiri veranstalte am Abend "Der Gigant von Afrika", eine Hommage an und Feier für den südafrikanischen Ex-Präsidenten Nelson Mandela, dessen Todestag sich zum zweiten Mal jährte. Die Spieler trugen besondere Warmup-Shirts, zudem waren zahlreiche Prominente zu Gast, darunter Ex-NBA-Spieler Isiah Thomas und Fußballstar Didier Drogba.

Curry traf neun Dreier und insgesamt 14 seiner 24 Würfe aus dem Feld. In seinen bisherigen Spielen in Toronto legt er im Schnitt 30 Punkte auf - auch dank seines Vaters Dell, der seine letzten drei Saisons in Toronto gespielt hatte.

Bester Start eines Sportteams

"Ich habe großartige Erinnerungen an die Zeit, als ich hier meinem Vater zugeschaut habe. Ich habe in den drei Jahren bei jedem Spiel auf dem Korb geworfen", meinte Curry: "Ich genieße es, hierher zurück zu kommen. Es ist eine vertraute Situation."

Laut dem Elias Sports Bureau sind die Warriors mit dem Sieg an den St. Louis Maroons aus der Union Association, dem Vorgänger der MLB, vorbeigezogen und haben den besten Start eines professionellen Sportteams hingelegt.

Mit saisonübergreifend 25 Siegen in Folge in der regulären Spielzeit hat Golden State zudem die drittgrößte Serie der NBA-Geschichte inne - die Los Angeles Lakers (33 im Jahr 1971/1972) und Miami Heat (27, 2012/2013) sind in Reichweite.

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