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München - Dallas hält gegen die Golden State Warriors lange gut mit, muss sich am Ende aber der Treffsicherheit der Gäste geschlagen geben. Das Zittern um die Playoffs wird größer.

Lange schnupperten Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks gegen die Golden State Warriors an der Überraschung.

Ein 4:17-Lauf in den letzten drei Minuten der Partie zerstörte aber alle Hoffnungen der Texaner auf den Coup. Die Mavericks verloren in eigener Halle mit 112:130 (67:73) und müssen immer mehr um die Playoff-Teilnahme in der NBA bangen.

Die Pleite gegen den amtierenden Champion war für die Mavs bereits die siebte Niederlage aus den vergangenen acht Spielen.

Zittern wird größer

Mit 34 Siegen und 35 Niederlagen fielen die Mavericks in der Tabelle der Western Conference auf den achten und letzten Playoff-Platz zurück. Am Sonntag kommen die Portland Trail Blazers im direkten Duell nach Dallas. Denn die Trail Blazers (36-34), die sich am Freitag gegen die New Orleans Pelicans durchsetzten, liegen als Sechster nur knapp vor den Mavericks.

Allerdings haben auch die Utah Jazz als Neunter nur noch einen Sieg weniger auf dem Konto als Nowitzki & Co. Auf Golden State (62-6), das weiterhin auf der Jagd nach der Fabelbilanz der Chicago Bulls (72-10) aus der Saison 1995-1996 ist, wartet am Samstag der Showdown mit den San Antonio Spurs.

Nowitzki war mit 24 Punkten und neun Rebounds erfolgreichster Spieler der Mavericks. Für Golden State kam Klay Thompson auf 39 Punkte, 31 erzielte Superstar Stephen Curry. Beide verwandelten zusammen 16 von 27 Dreiern. Dallas kam als Team gerade einmal auf neun (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US).

"Größer als die Rolling Stones"

Curry verpasste mit zehn Assists und neun Rebounds nur knapp ein Triple-Double. Der letztjährige MVP ließ Nowitzki zweimal alt aussehen. Am Ende des ersten Viertels klaute er dem deutschen Superstar den Ball und versenkte mit der Sirene in fast schon gewohnter Manier einen Wurf von weit hinter der Dreierlinie. Anschließend holte sich Nowitzki zu allem Überfluss ein technisches Foul ab.

Im zweiten Abschnitt warf der Point Guard Nowitzki einen Dreier aus der rechten Ecke ins Gesicht, auch wenn er dabei die Hilfe des Bretts benötigte.

Mavericks-Trainer Rick Carlisle zollte dem Gegner großen Respekt: "Die Warriors sind sind für NBA-Verhältnisse mittlerweile größer als die Rolling Stones auf Tour."

Warriors-Coach Steve Kerr antwortete mit einem Augenzwinkern: "Ich war in den 60er-Jahren Roadie bei den Beatles, jetzt toure ich eben mit den NBA-Stones."

Warriors auf Rekordjagd

Mavs-Guard Wesley Matthews, der trotz eines harten Sturzes im Spiel blieb, mit sechs Punkten (2-9 aus dem Feld) aber einmal mehr enttäuschte, zog nach der Niederlage ein positives Fazit: "Wenn wir in den restlichen 13 Partien so spielen, werden wir 80 Prozent der Teams schlagen."

Im Gegensatz zu Matthews musste Chandler Parsons (14 Punkte) nach einer Oberschenkelverletzung im dritten Viertel vom Feld. Eine starke Vorstellung zeigte David Lee, der mit Golden State im Vorjahr Meister wurde, mit 16 Zählern und 16 Rebounds.

Die Warriors stellten mit 15 Dreiern in der ersten Halbzeit (NBA-Rekord) und 22 insgesamt (Klub-Rekord) zwei Bestmarken ein.

Im ersten Aufeinandertreffen beider Teams in Dallas Ende Dezember hatten sich die Gastgeber überraschend durchgesetzt, dabei aber auch von Currys Fehlen profitiert.

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