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San Antonio entscheidet das Spitzenspiel der NBA etwas überraschend für sich. Die Spurs verteidigen erstklassig und lassen vor allem Stephen Curry keinen Raum zum atmen.

Die San Antonio Spurs haben in der NBA ein Ausrufezeichen gesetzt.

Die Texaner entschieden das Spitzenspiel gegen die Golden State Warriors mit 87:79 (43:37) für sich und bauten den Heimrekord auf 35 Siege ohne Niederlage aus. Saisonübergreifend war es bereits der 44. Heimerfolg in Serie, damit haben sie die Marke der Chicago Bulls aus der Saison 1995-1996 eingestellt. Nur die Warriors sind mit 50 Heimsiegen in Folge besser.

Golden State kassierte nach sieben Siegen nacheinander wieder eine Pleite, nach der siebten Saisonniederlage beträgt der Vorsprung auf die Spurs (59-10) in der Tabelle der Western Conference nur noch drei Siege. Der Fabelrekord der Bulls (72-10) ist für beide Teams aber noch möglich.

Im ersten Duell beider Teams hatten sich Warriors Ende Januar überraschend deutlich mit 120:90 durchgesetzt.

Green entnervt Curry

"Sie sind ein großartiges Team, sie stehen ganz oben - es hat es sich einfach gut angefühlt, heute zu gewinnen", sagte der überragende LaMarcus Aldridge, der 26 Punkte und 13 Rebounds erzielte.

Die Gastgeber verdankten den Sieg der starken Verteidigung. Die 79 Punkten waren für die Warriors der schlechteste Wert der Saison, vor allem Stephen Curry fand überhaupt nicht zu seinem Spiel.

Der Dominator der NBA traf nur einen seiner zwölf Dreierversuche und kam auf 14 Punkte, sechs Rebounds und sechs Assists. Auch "Splash Brother" Klay Thompson (15 Zähler) konnte nur einen seiner sieben Dreier im Ziel unterbringen.

"Heute haben wir defensiv einen guten Job gemacht. Im Angriff habe ich uns aber nicht die Möglichkeit gegeben, uns wohlzufühlen", sagte Curry selbstkritisch: "Ich muss viel besser Spiel, das Spiel besser leiten, vor allen wenn Würfe, die ich sonst mache, nicht fallen."

Duncan kommt von der Bank

Der MVP des Vorjahres musste sich meist mit Defensivass Danny Green auseinandersetzen, der Curry bei vier von 18 Würfen hielt und ihn zweimal blockte (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US).

"Steph hat am Anfang ein paar Würfe nicht getroffen, die er normalerweise macht. Er ist nie wirklich in einen Rhythmus gekommen. Das passierte", meinte Warriors-Coach Steve Kerr, der nach einer Diskussion ein technisches Foul bekam und beinahe ein zweites kassiert hätte.

Bei den Spurs überzeugte neben Aldridge auch Kawhi Leonard. Der Small Forward traf zwar nur fünf seiner 14 Würfe, kam aber auf 18 Punkte, 14 Rebounds und vier Assists. Auch eine taktische Maßnahme von Gregg Popovich fruchtete. Der Spurs-Trainer ersetzte Tim Duncan in der Startformation mit Boris Diaw, der Franzose bedankte sich mit 14 Punkten.

Duncan begann in der 1383. Saisonpartie seiner Karriere ein Spiel erst zum dritten Mal auf der Bank.

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