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Beim Showdown gegen die Thunder spielt MVP Stephen Curry groß auf und führt den Meister in die Finals gegen LeBron James' Cavaliers. Nicht nur er knackt einen Rekord von 2001.

Die Golden State Warriors stehen dank Stephen Curry erneut in den NBA-Finals. Der MVP führte den Meister im entscheidenden Spiel 7 mit 36 Punkten und acht Assists zum 96:88 (42:48) gegen die Oklahoma City Thunder.

Damit schaffte das in der Regular Season beste NBA-Team aller Zeiten nach einem 1:3 in der Best-of-Seven-Serie noch die Wende - als zehntes Team in der Liga-Geschichte. In den Conference Finals war dies zuletzt 1981 den Boston Celtics gegen die Philadelphia 76ers gelungen.

Gleichzeitig feierten die Warriors ihren achten Titel in der Western Conference.

"Ich wusste, dass wir für diesen Moment bereit sein würden. Wir sind ein reifes Basketballteam und haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen, als es 1:3 stand. Die Stimmung in der Kabine war immer positiv" sagte Curry voraus und ergänzte: "Man muss diese Leistung einfach wertschätzen. Ich freue mich darauf, noch vier Mal zu gewinnen."

Die Warriors treffen nun in den Finals (ab Fr., 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US) wie im Vorjahr auf LeBron James' Cleveland Cavaliers, welche im Osten die Toronto Raptors mit 4:2 ausgeschaltet hatten.   

OKC scheiterte dagegen zum dritten Mal binnen sechs Jahren in den Conference Finals - trotz 27 Punkten von Kevin Durant und eines Double-Doubles von Russell Westbrook (19 Punkte, 13 Assists).

Thunder verspielen Vorsprung

"Es tut weh zu verlieren, insbesondere wenn man 3:1 führt. Jeder hat hart gekämpft", haderte Durant.

Dabei lagen die Thunder im zweiten Viertel bereits mit 13 Punkten vorne, bevor Klay Thompson - der zuvor all seine sieben Feldwürfe vergeben hatte - drei Dreier in Folge traf und auf 33:37 verkürzte. Zwölf seiner 21 Punkte erzielte der Matchwinner von Spiel 6 in diesem Abschnitt.

Unmittelbar vor der Halbzeit brachte Curry die mit 19.596 Zuschauern gefüllte Oracle Arena mit einem hoch abgelegten Buzzer Beater aus vollem Lauf zum Beben. Und der Superstar war es auch, der mit zwei schwierigen Dreiern zum 57:54 die erste Führung der Gastgeber seit dem 2:0 herstellte.

Kurz danach zündeten die Warriors einen 12:0-Zwischenspurt, den Anderson Varejao zum 71:58 abschloss.

Letztes Aufbäumen von OKC

Doch die Thunder gaben nicht auf - auch nicht, als sie drei Minuten vor Schluss mit 79:90 in Rückstand gerieten.

Durant brachte OKC im Alleingang noch mal auf 86:90 heran, dann machte Curry mit drei Freiwürfen und einem lässigen Dreier (seinem siebten erfolgreichen bei zwölf Versuchen) den Deckel drauf.

Es war sein 32. Dreier in dieser Playoff-Serie - neuer NBA-Rekord. Auch sein "Splash Brother" Thompson toppte mit 30 die alte Bestmarke von 28, die sowohl Ray Allen (2001 für die Milwaukee Bucks in der Serie gegen die Philadelphia 76ers), als auch Dennis Scott (1996 für die Orlando Magic gegen die Indiana Pacers) aufgestellt hatten.

Zudem setzte Golden State mit 90 Dreiern in einer Playoff-Serie über die volle Distanz einen neuen Bestwert. Mit Curry gewann zum 18. Mal in Folge der MVP mit seinem Team ein Spiel 7.

Kerr überrascht mit Iguodala

Warriors-Coach Steve Kerr wartete im Halbfinal-Showdown mit einer überraschenden Personalentscheidung auf. Erstmals seit Februar stand Shooting Guard Andre Iguodala anstatt Harrison Barnes in der Starting Five.

Nach 43 Minuten Einsatzzeit - der längsten aller Dubs - brachte er es auf sieben Punkte und vier Rebounds. Bereits vor einem Jahr hatte Kerr Iguodala in der entscheidenden Saisonphase von Beginn an gebracht.

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Die NBA-Playoffs 2016 in der Übersicht © SPORT1
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