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Oakland und München - Die Cleveland Cavaliers drehen eine unglaubliche Finalserie und feiern ihren ersten Titel überhaupt. LeBron James schreibt Geschichte. Stephen Curry zeigt Nerven.

Die Cleveland Cavaliers haben die Golden State Warriors in einem denkwürdigen Thriller vom Thron gestürzt. Die Cavs gewannen das entscheidende siebte Spiel der NBA-Finals 93:89 (42:49) in Oakland und sicherten sich die erste Meisterschaft ihrer Geschichte.

Überragender Mann bei Cleveland war LeBron James, der mit 27 Punkten, elf Rebounds und elf Assists als erst dritter Spieler ein Triple-Double in einem Finalspiel 7 schaffte sowie zum wertvollsten Spieler der NBA-Finals gewählt wurde - im Falle des "Kings" einstimmig.

"Ich habe alles gegeben. Blut, Schweiß und Tränen. Der Mann da oben wollte, dass ich das mache. Cleveland, das ist für dich", sagte James unter Tränen.

Im spannendsten Spiel der gesamten Serie behielten die Cavaliers am Ende die Nerven. In der Historie der NBA war es zuvor noch keinem Team gelungen, im Finale einen 1:3-Rückstand aufzuholen. Die Cavs waren zudem das erste Team, das Spiel 7 auswärts gewinnen konnte.

Curry glück- und kopflos

Bester Mann bei Golden State war Draymond Green. Der All-Star verpasste mit 32 Punkten, 15 Rebounds und neun Assists nur knapp ein Triple-Double.

Stephen Curry enttäuschte mit 17 Punkten und knüpfte zu keiner Zeit an die Leistungen seiner MVP-Saison an. Er traf nur sechs seiner 19 Feldwürfe, leistete sich vier Ballverluste und wirkte in der Schlussphase kopflos. (Das Finale in voller Länge ab 16.50 Uhr auf SPORT1 US)

"Das tut weh", meinte ein enttäuschter Curry. "Ich habe meinem Team nicht genug geholfen. Das wird mich eine Weile verfolgen."

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1:50 Minuten vor Spielende blockte der 2014 in seine Heimat Ohio zurückgekehrte James bei Gleichstand einen Korbleger von Andre Iguodala spektakulär ab. 

Knapp eine Minute später netzte der erneut starke Spielmacher Kyrie Irving (26 Punkte) den entscheidenden Dreier trotz Bedrängnis von Curry ein. "Das war ein Ende wie im Märchen", freute sich Irving.

Cleveland dominiert unter den Körben

Die Cavs hatten das Blatt im dritten Viertel mit einem 22:7-Lauf zum 69:62 gewendet, allerdings zogen die Warriors bis zum Ende des Abschnitts wieder vorbei.

Doch das Rekordteam der Regular Season (73 Siege) verließ sich zu sehr auf Distanzwürfe und verlor das Duell um die Rebounds deutlich mit 39:48. In der Zone gelangen den Cavs 48 Punkte, dem gestürzten Champion nur 28.

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