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München - Die Cleveland Cavaliers verhindern beim Feuerwerk in Oakland den K.o. Kyrie Irving und LeBron James sind nicht zu stoppen, ein Warriors-Starter verletzt sich.

Entscheidung vertagt, die Serie geht zurück nach Cleveland.

Die Cleveland Cavaliers haben Spiel 5 der NBA-Finals bei den Golden State Warriors mit 112:97 (61:61) für sich entschieden und damit in der Best-of-Seven-Serie auf 2:3 verkürzt.

LeBron James und Kyrie Irving konnten sich mit dem Gedanken an einen verfrühten Sommerurlaub noch nicht anfreunden. Das Cavs-Duo legte eine unfassbare Show hin und toppte die starke Leistung von Klay Thompson auf Seiten der Warriors.

James kam auf 41 Punkte, 16 Rebounds und sieben Assists und ignorierte die Buhrufe in der Oracle-Arena. Irving erzielte 41 Zähler und sechs Assists und sorgte im Schlussviertel mit mehreren wichtigen Würfen für die Vorentscheidung.

Es war das erste Mal in der Geschichte, dass zwei Akteure eines Teams in einem Finalspiel über 40 Punkte verbuchten.

"Wir sind nur glücklich, dass wir einen weiteren Tag bekommen haben. Wir haben einen weiteren Tag, um zu überleben", sagte James: "Wir müssen heute und morgen anfangen, uns vorzubereiten, und dann werden wir für Spiel 6 bereit sein."

© SPORT1

Warriors ohne Green

James nahm von Beginn an das Heft in die Hand, zur Pause hatte er bereits 25 Punkte und neun Rebounds auf dem Konto, allerdings keinen Assist - ein Novum. Auch Irving glänzte in den ersten 24 Minuten (18 Zähler).

Bester Spieler bis dato war aber Golden States Thompson, der in der ersten Halbzeit ein wahres Feuerwerk abbrannte und sechs Dreier für 28 Punkte verwandelte - darunter einen aus zehn Metern. Insgesamt erzielte der Shooting Guard 37 Punkte und stellte damit Teamkollege Stephen Curry (25) klar in den Schatten. Curry, dessen Frau die Schiedsrichter kritisierte, traf nur fünf von 14 Dreiern und leistete sich vier Ballverluste.

Wichtige Akzente setzte auch Andre Iguodala. Der Finals-MVP des Vorjahres war für Draymond Green in die erste Fünf gerutscht und zeigte seine Allroundqualitäten (15/11/6). Allerdings konnte Iguodala dieses Mal James selten aufhalten.

Green hatte nach seiner Auseinandersetzung mit LeBron James in Spiel 4 für seinen angedeuteten Schlag in dessen Leistengegend nachträglich ein unsportliches Foul erhalten, was eine Sperre nach sich zog

Die kombinierten 122 Punkte beider Teams zur Halbzeit waren ein Finals-Höchstwert seit 1987. Zudem war es laut ESPN Stats & Info das erste Mal, dass zwei Spieler zur Halbzeit jeweils bereits mindestens 25 Zähler auf dem Konto hatten. Golden State hatte mal wieder mehr Dreier (11) als Zweier (9) erzielt.

Irving nicht zu stoppen

Die Gala von James und Irving ging im dritten Viertel weiter. 22 der 32 Cleveland-Punkte gingen auf das Konto des Star-Duos, die Cavs konnten sich erstmals etwas absetzen und gingen mit einem 93:85-Vorsprung in den Schlussabschnitt. Die Gäste profitierten dabei auch vom verletzungsbedingten Ausfall von Andrew Bogut.

Der Center war kurz nach der Pause nach einem Block unsanft aufgekommen und verdrehte sich dabei das Knie. Für den Australier war die Partie beendet.

Im Schlussabschnitt war vor allem Irving nicht zu stoppen (zwölf Punkte). Auf die Tanzeinlagen und Dreier des Spielmachers hatten die Warriors keine Antwort parat. Insgesamt verwandelte Irving 17 von 24 Würfen, darunter fünf von sieben Dreiern.

"Es ist eine der großartigsten Leistungen, die ich je live gesehen habe", verneigte sich James vor seinem Teamkollegen. James und Irving (39) erzielten in Hälfte zwei zusammen mehr Punkte als Golden State (36).

In Spiel 6 in der Nacht auf Freitag (ab 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US) bietet sich den Cavs nun die Chance zum Ausgleich.

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