vergrößernverkleinern
Indiana Pacers v Toronto Raptors - Game Seven
Paul George wird von zahlreichen NBA-Teams gejagt © Getty Images

Der Titel ist vergeben, die Teams basteln fleißig am Kader. Was machen die Golden State Warriors und Cleveland Cavaliers? Bleibt LeBron James? Der NBA-Transfermarkt.

SPORT1 fasst Gerüchte und fixe Trades zusammen:

+++ Cavs scharf auf George und Anthony +++

Die Cleveland Cavaliers versuchen nun mithilfe der Denver Nuggets Paul George zu bekommen.

Nach ESPN-Informationen sollen sich die Cavs in ernsthaften Gesprächen mit den Indiana Pacers und den Nuggets befinden, um über einen Drei-Team-Deal an George zu kommen. Laut des Berichts soll dafür Kevin Love nach Denver wechseln und die Pacers erhalten einige Draft Picks und junge Spieler.

Bisher konnten sich die Teams noch nicht auf einen Trade einigen, doch die Cavaliers sind sich sicher, dass die Aussicht auf eine NBA-Meisterschaft an der Seite von LeBron James, George überzeugt.

Neben dem Vizechampion sind auch die Los Angeles Lakers, Houston Rockets, Boston Celtics und San Antonio Spurs hinter dem Guard her.

Auch NBA-Star Carmelo Anthony von den New York Knicks soll auf der Wunschliste der Cavaliers stehen. Der Forward gilt als guter Freund von LeBron James. Doch für Anthony müssten die Cavaliers eine Ablösesumme zahlen, was den Trade erschwert.

Sonntag, 25. Juni

+++ Rockets schaffen Platz für Paul +++ 

Die Houston Rockets wollen alles unternehmen, um Chris Paul nach Texas zu lotsen.

Wie ESPN berichtet, sollen die Rockets bereits mehrere Optionen prüfen, wie sie den Aufbauspieler locken können. Sie hätten "eine ernsthafte Chance" auf eine Verpflichtung des Spielmachers, heißt es.

Wichtigste Bedingung ist natürlich der Cap Space. Doch laut des Berichts soll Houston wild entschlossen sein, Paul nach Texas an die Seite von James Harden zu holen.

Lou Williams, Ryan Anderson und Patrick Beverly gelten dabei als Trade-Kandidaten bei Houston. Neben Paul sollen auch Blake Griffin und Kyle Lowry auf dem Wunschzettel der Rockets für die Free-Agency stehen.

Paul hatte am Freitag angekündigt, die Option auf eine automatische Vertragsverlängerung bei den Clippers verstreichen zu lassen. Allerdings ist auch möglich, dass Paul auf eine saftige Gehaltserhöhung spekuliert und nur seinen Marktwert testen will.

Samstag, 24. Juni

+++ Abschied aus Bamberg: Theis' Weg in die NBA frei +++

Der Wechsel von Daniel Theis zu den Boston Celtics in die NBA steht kurz vor dem Abschluss. Via Instagram verkündete der Big Man seinen Abschied vom Deutschen Meister Brose Bamberg.

Es sei der Zeitpunkt gekommen, "Freakcity Lebewohl zu sagen, um mich neuen Herausforderungen zu stellen", schrieb Theis.

Theis soll sich nach Medienberichten mit den Rekordmeister Celtics bereits auf einen Zwei-Jahres-Vertrag geeinigt haben. Bestätigen wollen beide Klubs den Wechsel aber noch nicht - laut NBA-Statuten dürfen Teams und Spieler erst ab Juli miteinander sprechen.

Theis spielt seit drei Jahren für Brose Bamberg und wurde in dieser Zeit dreimal Deutscher Meister. Er wäre aktuell nach Dirk Nowitzki, Dennis Schröder und Paul Zipser der vierte Deutsche in der NBA.

"Daniel Theis hat sich bei uns von einem sehr guten Bundesligaspieler zu einem europäischen Topspieler entwickelt. Sollte er jetzt den Schritt in die NBA schaffen, ist das eine große Auszeichnung für unsere Organisation. Nach P.J. Tucker und Brian Roberts wäre Theis der dritte Brose-Akteur, der den Sprung nach Amerika schaffen würde", erklärte Brose-Geschäftsführer Rolf Beyer.

+++ Paul und Griffin steigen aus Verträgen aus +++

Den Los Angeles Clippers droht der Verlust des Superstar-Duos Chris Paul und Blake Griffin.

Wie US-Medien berichten haben die beiden All Stars den Clippers mitgeteilt, dass sie ihre Optionen auf eine automatische Vertragsverlängerung nicht ziehen werden. Damit werden beide ab dem 1. Juli als Free Agents auf dem freien Markt zu haben sein.

Zerbricht damit das Top-Team aus Los Angeles? Seit 2011 zaubern Paul und Griffin zusammen bei den Clippers, in der kommenden Saison könnte mindestens einer von beiden tatsächlich für ein anderes Team auflaufen. L.A. scheiterte in den letzten Jahren regelmäßig früh in den Playoffs, Paul und Griffin könnten nun ihr Glück mit einem anderen Team versuchen.

Möglich ist allerdings auch, dass beide auf eine saftige Gehaltserhöhung spekulieren, indem sie offensiv ihren Marktwert testen.

Paul darf beispielsweise trotz seines Alters von 32 Jahren noch mit einem stattlichen Fünfjahresvertrag über rund 205 Millionen Dollar rechnen.

Vor allem Pauls Entscheidung dürfte die Konkurrenz aufhorchen lassen. Unter anderem die San Antonio Spurs haben schon seit geraumer Zeit die Fühler nach dem Point Guard ausgestreckt und werben mit ihrem sportlichen Erfolg: Während Paul bei den Clippers noch nie das Conference-Finale erreicht hat, sind die Spurs quasi Stammgast in der Endrunde im Westen.

Freitag, 23. Juni

+++ Timberwolves holen Bulls-Superstar Butler +++

Was für ein Blockbuster-Trade noch vor der Draft-Nacht: Die Minnesota Timberwolves angeln sich Superstar Jimmy Butler von den Chicago Bulls.

Damit hat der wohl längste Wechselpoker der abgelaufenen NBA-Saison ein Ende. Immer wieder war spekuliert worden, ob die Bulls ihren absoluten Führungsspieler ziehen lassen - und so kam es jetzt auch.

Im Gegenzug wechseln die noch mit Rookie-Verträgen ausgestatteten Kris Dunn und Zach LaVine, der sich aktuell noch in der Reha nach einem Kreuzbandriss befindet, in die Windy City.

Und auch die Top-Picks der jeweiligen Franchises waren Teil des Mega-Deals. Die Timberwolves ließen letztlich den Finnen Lauri Markkanen, den sie an siebter Stelle gedraftet hatten, gleich weiter zu den Bulls ziehen.

Dafür muss es sich Justin Patton (16. Pick) gar nicht erst in Chicago heimisch machen, sondern wird seine NBA-Karriere in Minneapolis beginnen.

Butler hat noch einen Vertrag bis 2019. Anschließend hat er die Option, Free Agent zu werden. In der abgelaufenen Saison spielte der 27-Jährige so gut wie noch nie. 23,9 Punkte, 6,2 Rebounds und 5,5 Assists im Schnitt brachten ihm zum ersten Mal einen Platz in einem All-NBA-Team ein.

Donnerstag, 22. Juni

+++ Stühlerücken bei den Lakers +++

Nick Young verzichtet darauf, seine Option bei den Lakers für eine Vertragsverlängerung über 5,6 Millionen Dollar zu ziehen und wird Free Agent. Ab dem 1. Juli ist damit das Wettbieten für den 32-Jährigen auf dem freien Markt eröffnet.

In vier Spielzeiten für die Lakers erzielte Young bislang durchschnittlich 13,1 Punkte pro Partie. Ein Glücksbringer war der 2,01-Meter-Mann für L.A. dabei nicht gerade: Seit Young für die Lakers aufläuft, spielt das Traditionsteam so unerfolgreich wie noch nie.

+++ Rockets blasen zur Transfer-Offensive +++

Die Houston Rockets suchen nach Verstärkung für Superstar James Harden. Um einen ganz dicken Fisch an Land ziehen zu können, brauchen die Texaner aber die nötige finanzielle Flexibilität - und müssen deswegen noch dringend auf dem Transfermarkt aktiv werden.

Ryan Anderson, Lou Williams and Patrick Beverley sollen auf der Abschussliste stehen.

Danach soll es dann bitte ein Free-Agent aus dem hochkarätigsten NBA-Segment sein, der die Rockets zusammen mit Harden zur Championship führen soll. Die heißesten Kandidaten: Paul Millsap, Kyle Lowry, Blake Griffin oder Chris Paul.

Vor allem auf Clippers-Pointguard Paul sollen es die Rockets laut ESPN abgesehen haben.

Rockets-GM Daryl Morey kündigte bereits vielsagend an: "Wir werden unseren Kader immer weiter verbessern. Wenn uns andere Teams wie Golden State dazu zwingen, werden wir noch aggressiver verhandeln. Wir haben Asse im Ärmel."

Für All-Star Paul, der endlich auch in der Post Season eine bestimmende Rolle spielen will, würde ein Wechsel durchaus Sinn machen. Aber Houston ist nicht die einzige Franchise im Rennen um den Superstar. Auch San Antonio hat schon seine Fühler nach CP3 ausgestreckt

Mittwoch, 21. Juni

+++ Auch Millsap bald weg? +++

Die Atlanta Hawks steuern weiter klar auf einen Umbruch zu.

Nach dem Trade von Dwight Howard, den sie fast schon verschenkten, ist wohl auch das Kapitel Paul Millsap in Kürze beendet. Die Hawks wollen den Superstar per Sign-and-Trade abgeben. Das berichtet ESPN.

Demnach haben die Phoenix Suns, die Sacramento Kings und Denver Nuggets Interesse am All-Star.

Die Hawks werden Millsap, der aus seinem Vertrag aussteigt und im Juli Free Agent wird, demnach keinen Maximalvertrag anbieten. Andere Teams aus der Liga seien dazu aber bereit.

Um Millsap nicht ohne Gegenwert zu verlieren, versucht das Team von Dennis Schröder deswegen, einen Sign-and-Trade-Deal auszuarbeiten. Die Hawks würde auf dem Papier also Millsaps Vertrag verlängern, ihn aber innerhalb von 48 Stunden zu einem weiteren NBA-Team schicken.

Im Gegenzug könnten dann entwicklungsfähige Spieler oder auslaufende Verträge den Weg nach Atlanta finden. Der Vorteil des Trade-Partners wäre, dass man Millsap auf jeden Fall bekommen würde und nicht im Wettbieten mit anderen Teams auf Millsaps Zugabe hoffen muss.

+++Verwirrung um Lowry +++

Läuft Point Guard Kyle Lowry in der nächsten Saison nun weiter für die Toronto Raptors auf oder nicht? In einem Medienbericht hieß es zuletzt der dreimalige All Star habe "keinerlei Interesse", nach der Pause wieder nach Toronto zurückzukehren.

Diesen Gerüchten widersprach Raptors-Präsident Masai Ujiri nun vehement. "Er war schon immer ein Teil unserer Franchise und er hat gesagt, dass er zurückkommen will", beteuerte Ujiri.

Und auch Lowry selbst meldete sich zu Wort und zürnte auf Twitter: "Glaubt nicht, was ihr hört. Vor allem, wenn es nicht von mir kam und das kam definitiv nicht von mir."

Lowry hatte zuvor darauf verzichtet, seine Option zu ziehen und so automatisch ein weiteres Jahr bei den Raptors zu verlängern, und wird deshalb ab 1. Juli als Free Agent auf dem Markt sein.

+++ Clippers denken über Jordan-Trade nach +++

All Star, einer der besten Defensiv-Spieler der Liga - und doch denken die Los Angeles Clippers offenbar intensiv über einen Trade von DeAndre Jordan nach.

Und die Bemühungen der Clippers sollen sogar schon über rein theoretische Gedankenspiele hinausgegangen sein. Wie ESPN berichtet, hat der Playoff-Teilnehmer schon mehrere Teams wegen eines möglichen Jordan-Tauschs kontaktiert, darunter offenbar die Phoenix Suns.

Dabei hat es L.A. wohl weniger auf Oldie Tyson Chandler als adäquaten Ersatz für Jordan abgesehen, als viel mehr auf den vierten Pick der Suns im kommenden NBA-Draft.

Zumindest einen Zweitrunden-Pick wollen sich die Clippers, die bislang im Draft überhaupt nicht zum Zuge kommen würden, angeblich auf jeden Fall noch sichern, um ihren in die Jahre gekommenen Kader aufzufrischen.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel