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Buffalo Bills v Washington Redskins
Im Super Bowl 2014 spielen die Seattle Seahawks um Terrelle Pryor (l.) gegen die Denver Broncos mit Tony Carter © Getty Images

München - Football ist ein komplexes Spiel mit vielen Regeln und speziellen Begriffen. Zum Start der Saison erklärt SPORT1 die Sportart.

Football ist ein höchst komplexes Spiel mit vielen Regeln und sehr speziellen Begriffen. Zum Start der NFL-Saison lüftet SPORT1 ein paar Geheimnisse der Sportart und erklärt Begriffe sowie Positionen der Spieler.

Touchdown: Ein Touchdown wird dann erzielt, wenn der Quarterback einen erfolgreichen Pass zu einem Receiver in die Endzone wirft oder der Running Back in die Endzone läuft. Dieser Vorgang bringt dem Team sechs Punkte ein. Zusätzlich wird das Team mit der Chance auf einen Extra-Point belohnt.

Extra-Point: Nach einem Touchdown hat das Team die Chance, per Kick einen weiteren Punkt zu erzielen. Dafür wird der Ball für den Center an der gegnerischen 15-Yard-Linie platziert.

Two-Point-Conversion: Entscheidet sich das Team nach einem Touchdown gegen einen Extra-Kick und für die Chance auf zwei weitere Punkte, kann es eine Two-Point-Conversion von der gegnerischen Zwei-Yard-Linie durchführen. Dafür muss sie mit einem Versuch den Ball nochmals in die Endzone befördern.

Field Goal: Ein erfolgreiches Field Goal bringt einem Team drei Punkte ein. Dazu muss der Ball vom Kicker zwischen die gegnerischen Torstangen befördert werden.

Punt: Befindet sich das angreifende Team im vierten Versuch und sieht keine Chance zu einem neuen First Down, entscheidet es sich zu einem Punt. Dabei wird der Ball vom Long Snapper durch die Beine zum Punter geworfen, der ihn dann fängt und wegkickt.

Turnover: Ein Turnover bedeutet einen Ballverlust für das angreifende Team und das Wechseln des Angriffsrechts. Ein Turnover kann das Ergebnis einer Interception, eines Fumbles oder eines Turnover on Downs sein.

Interception: Wenn der Quarterback einen Ball zu einem gegnerischen Spieler wirft, dann wurde der Ball interceptet. Dadurch wechselt das Angriffsrecht und das verteidigende Team erhält nun den Ball.

Fumble: Verliert der Offense-Spieler den Ball aus der Hand, produziert er einen Fumble. Die Spieler beider Teams stürzen sich nun auf den Ball, um ihn zu erobern.

Turnover on Downs: Schafft ein Team nach vier Versuchen kein neues First Down, wechselt das Angriffsrecht und die Defense erhält den Ball.

Sack: Tacklet ein Defensivspieler den Quarterback hinter der Line of Scrimmage für einen Raumverlust, spricht man von einem Sack.

Incomplete: Wenn der Quarterback den Ball zu einem Passempfänger wirft, dieser aber von der Defense abgewehrt wird, ist der Ball incomplete.

Down: Die Offense hat vier Downs (=Versuche) Zeit, um einen Raumgewinn von zehn Yards zu erlangen.

Safety: Der ballführende Spieler produziert einen Safety, wenn er von der Defense in der eigenen Endzone getacklet wird. Ein Safety kann zudem erfolgen, wenn ein Spieler in der eigenen Endzone einen Fumble produziert und die Defense den Ball erobert. Allerdings bezeichnet Safety auch die Position des letzten Verteidigers, der als eine Art Libero agiert. In der klassischen Startformation gibt es einen Free Safety und einen Strong Safety.

Blitz: Bei diesem Spielzug wird der Druck auf den gegnerischen Spielmacher durch die Defense erhöht. Neben den Defensive Linemen versuchen auch andere Spieler, zum Beispiel ein Linebacker oder ein Safety, zum Quarterback durchzudringen.

Fair Catch: Ein Fair Catch bedeutet, dass der Returner den Ball aus der Luft fangen darf, ohne angegriffen zu werden. Um einen Fair Catch zu signalisieren, winkt der Spieler des Receiving-Teams mit ausgestrecktem Arm.

Touchback: Bei einem Touchback wird der Ball beim Kickoff in die gegnerische Endzone gekickt und das Receiving-Team entscheidet sich gegen einen Return-Versuch. Anschließend startet die Offense an der eigenen 25-Yard-Linie.

Audible: Bei einem Audible ändert der Quarterback vor dem Snap kurzfristig den Spielzug, um ihn an die Defense anzupassen.

Play-Action: Bei diesem Trickspielzug wird ein Läuf des Running Back angetäuscht. Tatsächlich ist bei dem Spielzug jedoch ein Pass geplant.

Red Zone: Als "Red Zone" wird der Spielabschnitt zwischen der Endzone und der 20-Yard-Linie bezeichnet.

Line of Scrimmage: Sie ist eine fiktive Linie, an der die Spielzüge beginnen. Die Linie wird an der Position gezogen, wo sich der Ball vor dem Snap befindet. Übertritt der Quarterback die "Line of Scrimmage", darf er nicht mehr nach vorne werfen.

Snap: Er beschreibt die Übergabe des Balls vom Center an den Quarterback und damit den Beginn des Spielzugs.

Quarterback-Sneak: Bei diesem Spielzug läuft der Quarterback sofort nach dem Snap am Center vorbei. Dieses Play wird häufig dazu verwendet, um die finalen Zentimeter zum Touchdown oder nächsten First Down zu ergattern.

Die Positionen

Quarterback: Er ist der Spielmacher des Teams. Der Quarterback steht hinter der Offense Line und sagt seinen Mitspielern die Spielzüge an. In der Regel versucht er den Ball mit einem Pass an die Receiver abzugeben. Er kann aber auch den Ball behalten und selbst laufen.

Running Back: Er ist primär für die Laufspielzüge verantwortlich. Beim Spielzug wird ihm der Ball vom Quarterback übergeben und er versucht, durch geschicktes Ausnutzen der Offensive Line möglichst viel Raumgewinn zu erzielen. Auch zum Running Back darf gepasst werden.

Fullback: Der gelegentlich eingesetzte Fullback dient entweder als zusätzliche Option für einen Laufspielzug oder als Vorblocker, an dem sich der Running Back beim Lauf orientieren kann.

Wide Receiver: Die Wide Receiver sind die Anspielstationen des Quarterbacks. Sie positionieren sich außen und an der Line of Scrimmage, von dort laufen sie die für den Spielzug vorgegebene Route.

Tight End: Er ist ein Mix aus Offensive Lineman und Wide Receiver. Der Tight End wird an der Line of Scrimmage, nahe der Offensive Line, positioniert. Bei Laufspielzügen blockt er den Weg für den Running Back frei, bei Pass-Spielzügen dient er als zusätzliche Anspielstation für den Quarterback.

Offensive Line: Sie positioniert sich an der Line of Scrimmage und hat die Aufgabe, den Quarterback vor Sacks zu schützen sowie den Weg für einen Lauf des Running Backs freizublocken. Sie unterteilt sich in einen Center, zwei Tackles und zwei Guards.

Center: Er positioniert sich in der Mitte der Offensive Line, direkt vor dem Quarterback. Bei jedem Spielzug hat er als erster Spieler die Hände am Ball und reicht ihn zwischen seinen Beinen dann zum Quarterback, zum Punter oder zum Holder. Während des Spielzugs muss er den Quarterback vor Sacks zu schützen oder den Weg für einen Lauf des Running Backs freiblocken.

Guard: Die beiden Guards stehen in der Offensive Line links und rechts neben dem Center. Sie haben die Aufgabe, den Quarterback vor Sacks zu schützen sowie den Weg für einen Lauf des Running Backs freizublocken.

Tackle: Die beiden Tackles bekleiden in der Offensive Line die äußersten Positionen. Sie haben die Aufgabe, den Quarterback vor Sacks zu schützen sowie den Weg für einen Lauf des Running Backs freizublocken.

Defensive Line: Sie versucht, den Quarterback unter Druck zu setzen. Im besten Fall schafft sie es, einen Sack oder einen Fumble zu provozieren. Außerdem darf sie dem gegnerischen Running Back keine Lücken für einen Lauf geben. Sie besteht aus Defensive Ends, Defensive Tackles und, je nach Position, aus einem Nose Tackle.

Defensive End: Die Spieler dieser Position befinden sich an den äußeren Enden der Defensive Line. Die Defensive Ends versuchen, den Quarterback unter Druck zu setzen und dem gegnerischen Running Back keine Lücken für einen Lauf zu geben.

Defensive Tackle: Sie bekleiden die inneren Positionen der Defensive Line. Der Left Tackle und Right Tackle versuchen, den Quarterback unter Druck zu setzen und dem gegnerischen Running Back keine Lücken für einen Lauf zu geben.

Nose Tackle: Je nach Spielformation kann sich in der Defensive Line ein Nose Tackle befinden. Er steht dem gegnerischen Center direkt gegenüber. Der Nose Tackle versucht, den Quarterback unter Druck zu setzen und dem gegnerischen Running Back keine Lücken für einen Lauf zu geben.

Linebacker: Die Linebacker befinden sich hinter der Defensive Line. Ihre Aufgabe besteht je nach Spielzug darin, den gegnerischen Quarterback zu blitzen, den gegnerischen Running Back zu tacklen oder den gegnerischen Pass zu verhindern und abzufangen. Je nach Formation sind in der Regel zwei, drei oder vier von ihnen auf dem Feld.

Cornerback: Sie sind die Verteidiger der Wide Receiver und versuchen, diese durch geschicktes Decken als mögliche Anspielstation zu verhindern. Wird der Ball doch zum gegnerischen Wide Receiver geworfen, ist es ihre Aufgabe, den Ball abzuwehren oder abzufangen.

Safety: Die Safetys müssen Pass-Spielzüge verhindern. Entweder helfen sie den Cornerbacks bei der Verteidigung des gegnerischen Wide Receivers oder sie decken die gegnerischen Tight Ends. Gelegentlich agieren sie auch als Blitzer.

Long Snapper: Er ist ein spezialisierter Center, der bei Punts, Extra-Points und Field Goals auf dem Feld steht. Er wirft den Ball zwischen seinen Beinen zum Punter (Punts) oder zum Holder (Field Goals).

Punt Returner: Er fängt den gepunteten Ball. Im optimalen Fall versucht er, nach dem Catch mit dem Ball so viele Yards wie möglich zu erlaufen. Sieht er diese Möglichkeit als unwahrscheinlich an, kann er durch Winken einen "Fair Catch" anzeigen.

Kick Returner: Er fängt den gekickten Ball. Zumeist versucht er, nach dem Catch mit dem Ball soviele Yards wie möglich zu erlaufen. Sieht er diese Möglichkeit als unwahrscheinlich an, kann er durch das Hinknien in die eigene Zone einen "Touchback" anzeigen.

Holder: Er fängt er den Ball des Long Snappers und positioniert ihn auf dem Boden, damit der Kicker ein Field Goal erzielen kann.

Kicker: Seine Aufgabe ist es, ein Field Goal zu erzielen. Dafür muss er den Ball zwischen den gegnerischen Torstangen unterbringen.

Punter: Er fängt den Ball des Long Snappers und hat die Aufgabe, ihn so weit wie möglich von der eigenen Endzone entfernt zu befördern. Befindet er sich auf Höhe der Mittellinie versucht er, den Ball knapp vor der gegnerischen Endzone ins Seitenaus zu befördern.

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