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Björn Werner spielt mit den Indianapolis Colts im Londoner Wembley-Stadion
Björn Werner (r.) absolvierte 38 Partien für die Indianapolis Colts © Getty Images

München - Björn Werner freut sich trotz seiner Entlassung bei den Indianapolis Colts auf den nächsten Karriereschritt. Seinem Ex-Klub dankt er für eine große Chance.

Es gibt schönere Situationen als die, in der sich aktuell Björn Werner befindet. Am Dienstag setzten die Indianapolis Colts den 25-Jährigen vor die Tür, Werner steht vor Beginn der NFL-Saison ohne Team da.

(Alle Infos zum US-Sport ab 23.30 Uhr in Inside US Sports im TV auf SPORT1)

Der deutsche Outside Linebacker war in Indianapolis stets umstritten und kam in der abgelaufenen Saison in lediglich zehn Saisonspielen zum Einsatz. Elf Tackles und kein einziger Sack waren gemessen an den Erwartungen am Ende schlicht zu wenig.

Jetzt spricht Werner, den die Colts 2013 von der Florida State University in der ersten Runde des Drafts an 24. Stelle gezogen hatten, über seine Entlassung (SERVICE: Fragen und Antworten zu Werners Entlassung).

"Am Dienstag Abend rief mich mein ehemaliger Coach Chuck Pagano an und teilte mir die Entscheidung mit. Ich hatte immer ein wirklich gutes Verhältnis zu ihm und deshalb habe ich direkt an seiner Stimme gemerkt was los ist. Auch wenn schon lange über einen möglichen Release spekuliert wurde, war es erst einmal ein komisches Gefühl, ab genau diesem Moment kein Spieler der Colts mehr zu sein", beschreibt Werner bei SPORT1 die Situation als er von seiner Entlassung erfuhr.

Trotz seiner unangenehmen Lage sei es "aber nun einmal Teil des Geschäfts American Football und eigentlich ein ganz normaler Vorgang", so Werner.

Freude auf den nächsten Schritt

Über seine nähere sportliche Zukunft macht sich der 1,91-Meter-Mann vorerst keine Sorgen. "Es hört sich vielleicht für viele merkwürdig an, aber ich freue mich auf den nächsten Schritt in meiner Karriere und bin 100 Prozent davon überzeugt, dass ich weiterhin in der NFL spielen werde. Meine Agentur hat nun die Aufgabe, für mich als Free Agent die bestmögliche Option zu finden. Ich bin sicher, dass es Clubs geben wird, die mein Potential erkennen und zu schätzen wissen", sagte Werner optimistisch.

Trotz des jähen Endes blickt der gebürtige Berliner ohne Groll an seine Zeit bei den Colts zurück: "Indianapolis und die Colts waren in den letzten drei Jahren mein zuhause, ich habe sehr viele gute Freundschaften dort aufgebaut, werde ganz viele tolle Erinnerungen aus dieser Zeit mitnehmen".

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