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Durch das Weiterkommen der Edmonton Oilers droht Leon Draisaitl die Eishockey WM im Mai zu verpassen © Getty Images

Durch das Weiterkommen der Edmonton Oilers droht Leon Draisaitl die Eishockey-WM 2017 zu verpassen. Bundestrainer Marco Sturm ist dennoch hoffnungsvoll.

Die Edmonton Oilers stehen erstmals seit 2006 in der zweiten Runde der Playoffs. Bundestrainer Marco Sturm muss deshalb weiter auf Center Leon Draisaitl warten.

Wenn sich Marco Sturm etwas wünschen dürfte, dann wäre die Erfolgsgeschichte der Edmonton Oilers demnächst beendet.

"Wenn es schnell geht ...", sagte der Bundestrainer, wenn es schnell geht, könnte Leon Draisaitl bei der WM in Köln und Paris (5. bis 21. Mai LIVE im TV bei SPORT1) doch noch für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft spielen.

"Leon will unbedingt dabei sein", betonte Sturm am Samstag, "aber da muss man abwarten."

Das Warten könnte allerdings vergebens sein, denn Draisaitl darf vorerst weiter vom Gewinn des Stanley Cups träumen.

Oilers setzten sich durch

Durch ein 3:1 im sechsten Spiel bei den San José Sharks setzten sich die Oilers in der Serie best of seven mit 4:2 durch. Sie überstanden somit erstmals seit 2006, als sie es bis ins Finale schafften, die erste Runde der Play-offs in der nordamerikanischen NHL.

Draisaitl trug in San José mit dem 1:0 zum Erfolg bei, es war sein erster Treffer in seiner ersten NHL-Play-off-Serie. Nächster Gegner: die Anaheim Ducks - mit Korbinian Holzer (Spielplan und Ergebnisse der NHL-Playoffs)

"Wir haben gelernt, wie man sich in einer solchen Serie verhält. Wir haben in einem feindlichen Umfeld gespielt. Das ist großartig bis jetzt. Aber das ist erst die erste Runde. Es wird schwieriger, je weiter es vorangeht", sagte Edmontons Coach Todd McLellan.

Seine Mannschaft hatte das erste Spiel daheim verloren, sich dann zweimal durchgesetzt, in Spiel vier, in dem Draisaitl durch einen Stockstich übel auffiel, ein Debakel erlebt (0:7), dann die Spiele fünf (in der Verlängerung) und sechs knapp gewonnen.

Bundestrainer Sturm darf hoffen

Die Serie zwischen Edmonton und Anaheim wird wohl erst am Donnerstag beginnen, und wenn es halbwegs schnell geht, darf Sturm hoffen.

Im vergangenen Jahr lohnte sich das Warten: Kaum war Torhüter Thomas Greiss mit den New York Islanders in der zweiten Runde der Play-offs mit 1:4 gegen Tampa Bay Lightning ausgeschieden, saß er schon im Flugzeug nach Russland, am achten Tag der WM kam er im fünften Vorrundenspiel erstmals zum Einsatz - und die deutsche Mannschaft erreichte anschließend das Viertelfinale.

Sturm legt verständlicherweise großen Wert auf die Mitwirkung der Spieler aus der NHL. "Sie sind sehr wichtig", betonte er, "bei der Olympiaqualifikation war es eindeutig, die Jungs haben das Heft in die Hand genommen und uns zu Olympia geführt." Deshalb gilt: "Jeder, der kommt, oder kommen würde, wird uns mit Sicherheit weiterhelfen." (So läuft die Eishockey WM 2017)

Sicher dabei sind ab kommender Woche Dennis Seidenberg und Greiss: "Ich bin froh, dass der Greissi kommt, das ist sehr wichtig. Torhüter ist die wichtigste Position in der Mannschaft", sagte Sturm.

Draisaitl könnte, wenn es ganz schnell geht, sogar zum WM-Auftakt einfliegen. Und wenn nicht er, dann vielleicht Holzer.

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