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Außenangreifer Denis Kaliberda gehört zum deutschen 14-Mann-Kader für die Olympia-Quali

Die deutschen Männer wollen vor heimischer Kulisse in Berlin den Traum von Rio wahrmachen (ab Di. LIVE im TV auf SPORT1). Die Frauen sind in der Türkei gefordert.

Die Männer setzen auf dem Weg nach Rio auf den Heimvorteil, die Frauen gehen trotz ihrer Außenseiterrolle selbstbewusst in ihr Qualifikationsturnier: Im Rennen um die begehrten Tickets für die Olympischen Spiele in Rio wird es für die deutschen Volleyball-Nationalmannschaften schon gleich zu Jahresbeginn ernst.

Nur mit einem Sieg bei den hochklassig besetzten Turnieren in Berlin (5. bis 10. Januar) und Ankara (4. bis 9. Januar) wären die deutschen Teams sicher beim Höhepunkt des Jahres in Brasilien dabei, bei Platz zwei und drei böte sich immerhin noch eine weitere Chance im Mai beziehungsweise Juni in Japan.

"Wir müssen alle Kräfte bündeln, um uns den Traum von Rio 2016 zu erfüllen", sagte Herren-Bundestrainer Vital Heynen: "Es ist ein großer Vorteil, zu Hause zu spielen. Wenn die Max-Schmeling-Halle voll ist, ist das beeindruckend und kann auch 'schockieren'." 

Duo fällt verletzt aus

Im Vorfeld gab es für Heynen allerdings zwei schlechte Nachrichten. Kapitän Jochen Schöps zog sich bei einem Sturz im November eine Schultereckgelenksprengung zu und fällt aus.

Kurz vor dem Jahreswechsel erwischte es Rückkehrer Robert Kromm. Der Außenangreifer von den Berlin Recycling Volleys muss wegen einer Bauchmuskelzerrung ebenfalls passen.

Ausgleichen soll das die heimische Kulisse - wie vor vier Jahren. Schon damals machten die Volleyballer in der Halle im Bezirk Prenzlauer Berg den Sprung zu Olympischen Spielen perfekt. Noch sieben Spieler von damals stehen im 14-köpfigen Kader.

Starke Rivalen

Dabei könnte die Konkurrenz in Berlin allerdings wohl stärker kaum sein.

In Olympiasieger Russland, Weltmeister Polen und Europameister Frankreich gehen gleich mehrere hochdekorierte Teams an den Start. Gegner der Deutschen in der Gruppe A sind am 5. Januar (18.00 Uhr) Belgien, am 6. Januar (18.00 Uhr) Serbien und am 8. Januar Polen (20.00 Uhr/alle LIVE im TV auf SPORT1 ).

In der Gruppe B treten Russland, Frankreich sowie die Teams aus Bulgarien und Finnland gegeneinander an.

Duell mit Ex-Coach

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft mit Bundestrainer Felix Koslowski gab sich vor dem ebenfalls stark besetzten Turnier in Ankara zuversichtlich. "Wir sind positiv gestimmt.

Was auch immer uns in den Weg geräumt wird, wir räumen es beiseite", sagte die Außenangreiferin Maren Brinker, Deutschlands Volleyballerin des Jahres.

In der türkischen Hauptstadt trifft das Team in der Vorrunde auf die von Ex-Bundestrainer Giovanni Guidetti trainierten Niederlande (Montag, 12.00 Uhr), Gastgeber Türkei (Dienstag, 17.30 Uhr) und Kroatien.

"Die Niederländerinnen sind Favorit aufgrund der letzten EM, die Türkinnen zuhause schwer zu bespielen, da sie mit Linienrichtern und Publikum fast zu acht auf dem Feld stehen. Aber unser Wille wird größer sein. Wir haben eine Rechnung offen aufgrund der Viertelfinal-Niederlage bei der EM", sagte Brinker.

Kroatien gilt als Außenseiter. In der Parallelgruppe stehen sich Europameister Russland, Belgien, Italien und Polen gegenüber.

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