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Die deutschen Volleyballer schlagen Belgien beim Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2016 in Brasilien. Auch in zwei engen Sätzen behält das Team die Nerven.

Die deutschen Volleyballer haben beim Olympia-Qualifikationsturnier in Berlin einen perfekten Start hingelegt und den ersten Schritt in Richtung Rio gemacht. Das Team von Bundestrainer Vital Heynen bezwang vor heimischen Publikum Belgien verdient mit 3:0 (28:26, 25:19, 26:24) und schaffte damit beim hochklassig besetzten Achterturnier den erhofften Auftakterfolg.

"Wir haben 3:0 gewonnen, aber es lief noch nicht so rund. Das müssen wir ausschalten. Wir haben ja gezeigt, dass wir Volleyball spielen können", sagte Diagonalangreifer Georg Grozer.

Am Mittwoch gegen den Weltliga-Zweiten

Bereits am Mittwoch (18 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) trifft die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) auf den Weltliga-Zweiten Serbien, am Freitag (20 Uhr) ist Weltmeister Polen Gegner der Deutschen.

"Das war nicht so ein gutes Spiel. Wir können besser spielen", sagte Bundestrainer Heynen zu SPORT1. Besserung sagte Heynen für das Spiel gegen Serbien voraus: "Wir werden besser spielen. Das verspreche ich."

Im Duell der beiden Gruppengegner setzte sich am Dienstagabend Polen mit 3:1 durch. Sollte Deutschland gegen Serbien gewinnen und Polen die Belgier besiegen, wäre der Halbfinaleinzug der DVV-Auswahl bereits nach dem zweiten Spiel perfekt.

Nur der Sieger des Acht-Nationen-Turniers löst das direkte Ticket für Rio. Der Zweit- und Drittplatzierte erhält bei einem Achterturnier in Japan (Zeitraum 14. Mai bis 5. Juni) eine zweite Chance.

Im Vorfeld hatte Heynen das Duell gegen sein Geburtsland Belgien angesichts der starken Konkurrenz als "entscheidend" bezeichnet. Voraussichtlich zwei Siege brauchen die Deutschen, um sich als einer der beiden Gruppenbesten für das Halbfinale zu qualifizieren. Der erste Schritt dahin ist gemacht.

Vor lediglich 2500 Zuschauern in der Berliner Max-Schmeling-Halle taten sich die Deutschen im ersten Satz allerdings schwer. Die Belgier agierten lange Zeit wacher und vor allem im Block sowie in der Feldabwehr hochkonzentriert.

Grozers Angriffe kommen nicht durch

Immer wieder kamen die Angriffe des Teams um Diagonalangreifer Georg Grozer nicht durch, die DVV-Auswahl musste daher zwischenzeitlich sogar einem Vier-Punkte-Rückstand hinterherlaufen.

Erst gegen Ende des ersten Durchgangs näherten sich die Gastgeber ihrer Normalform, beim 24:23 erspielten sie sich ihren ersten Satzball - nach dem entscheidenden Punkt zum 28:26 hatten die deutschen Volleyballer den wichtigen ersten Satz gewonnen. Bundestrainer Heynen schüttelte anschließend dennoch den Kopf.

Danach schien die Anfangsnervosität allerdings abgelegt. Schnell gingen die Deutschen mit 5:0 und 9:4 in Führung - auch weil der Block besser funktionierte.

Belgien findet kein Mittel

Mit 16:11 ging es in die zweite technische Auszeit, da die Belgier jetzt keine Mittel mehr gegen die immer stärkeren deutschen Angriffe fanden. Mit 25:19 ging auch Durchgang zwei an die DVV-Auswahl.

Zu Beginn des dritten Satzes lief es zunächst aber nicht so weiter. Die Belgier erspielten sich eine deutliche Führung, ehe die Deutschen nach 19:22-Rückstand in der Endphase Punkt um Punkt herankamen und mit ihrem zweiten Matchball den Sieg perfekt machten. "Zu diesem Zeitpunkt war ich mehr als nur ein bißchen sauer. Wir waren nicht bei der Sache", so Heynen zu SPORT1.

Russen feiern Auftaktsieg

Im ersten Spiel des Turniers hatte Olympiasieger Russland in der Gruppe B einen souveränen Sieg gefeiert. Das Team von Trainer Wladimir Alekno gewann gegen Außenseiter Finnland ohne Probleme mit 3:0 (25:17, 25:16, 25:19). Die weiteren Teams in der Gruppe B sind Europameister Frankreich und der Olympia-Vierte Bulgarien.

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