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Langlauf-Bundestrainer Frank Ullrich bei der Tour de Ski in Oberstdorf
Frank Ullrich folgte 2012 auf Jochen Behle als Bundestrainer © Getty Images

Skilanglauf-Bundestrainer Frank Ullrich hat die Kritik seines Vorgängers Jochen Behle an seiner Trainingsmethodik deutlich zurückgewiesen.

"Ich weiß nicht, ob ein Jochen Behle das einschätzen kann. Er ist doch schon sehr lange nicht mehr an der Mannschaft. Man kann den Sportlern und den Trainern in keinster Art und Weise vorwerfen, dass sie nicht genug trainiert hätten. Das wäre an den Haaren herbeigezogen", sagte Ullrich am Mittwoch am Rande der WM in Falun.

Behle hatte in einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt erklärt, das "System sei nicht in Ordnung" und gesagt: "Wenn ich mir die Trainingsdaten ansehe, dann bin ich überzeugt: Es wurde nicht alles für den Erfolg getan." Die deutschen Langläufer warten in Falun weiter auf die erste Medaille, schon 2013 in Val di Fiemme war das DSV-Team leer ausgegangen.

Ullrich kann Kritik generell aber nachvollziehen. "Hier und da ist sie verständlich, weil das Anspruchsniveau hoch ist. Aber ich gehe objektiv damit um, weil ich weiß, dass wir uns verbessern können. Wir haben uns auch schon in vielen Positionen verbessert und werden uns sukzessive nach vorne bewegen", sagte Ullrich.

Behle hatte Ullrich im Jahr 2012 ein schweres Erbe hinterlassen. Zum einen stand er für die Goldene Ära ab 2002 mit zwei Olympiasiegen und vier Gesamtweltcup-Erfolgen in Serie. Zum anderen hinterließ er Ullrich nach seinem Rücktritt 2012 eine heillos zersplitterte Mannschaft.

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