Vettel erinnert an legendären F1-Moment

Vettel erinnert an legendären F1-Moment
0:47

Vettel erinnert an legendären F1-Moment

Sebastian Vettel wird beim Belgien-GP von zwei Piloten gleichzeitig überholt und erinnert damit an einen legendären Formel-1-Moment vor über 20 Jahren.

Starkes Rennen von Sebastian Vettel zum Start aus der Formel-1-Sommerpause: Mit Platz acht in Spa feierte der Deutsche sein bestes Ergebnis seit dem Großen Preis von Aserbaidschan Anfang Juni. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Allein: In der Szene des Rennens hatte Vettel am Sonntag das Nachsehen und fand sich in der Rolle von Ricardo Zonta wieder.

Zur Erinnerung: Der Brasilianer war als Überrundeter beim Belgien GP 2000 den Führenden Michael Schumacher und Mika Häkkinen im Weg gestanden.

Auf der Kemmel-Geraden waren der McLaren-Mercedes und der Ferrari wie zwei Düsenjets vorbei am langsamen BAR-Honda-Piloten vorbeigezischt: eines der legendärsten Überholmanöver der Formel-1-Geschichte.

Formel 1: Vettel lacht über Doppel-Überholmanöver

„Der Zonta war sogar noch langsamer als ich auf der Geraden“, nahm Vettel die Kopie der Aktion nach Rennende mit Humor.

„Er hat sich ähnlich gefühlt: Wenn ich links oder rechts zucke, wird‘s gefährlich, da bleibe ich lieber in der Mitte“, erklärte der Aston-Martin-Star sein Verhalten im Duell mit den beiden Franzosen Esteban Ocon und Pierre Gasly. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Kurios: Ocon erklärte nach dem Rennen sogar: „Es ist ein verrückter Zufall! Ich habe heute vor dem Start ausgerechnet noch mit Mika gesprochen. Er hat mir Glück gewünscht und scheinbar hat das geholfen.“

Freude auf die kommenden Rennen

Mit Blick aufs Endergebnis erklärte Vettel: „Das Potenzial für Platz sieben war da, am Ende ist der achte Platz für uns zwar kein Sieg, heute aber trotzdem ein Erfolg. Unsere Stärke war hier, die Reifen am Leben zu halten. Insgesamt bin ich ganz happy, denn das Ziel ist immer gleich, nämlich ein paar Punkte zu sammeln.“

Acht weitere Rennen hat Vettel dafür Zeit, dann endet seine Formel-1-Karriere. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

DEINE MEINUNG

„Ich fahre meine Saison fertig und freue mich auf die Rennen, die noch kommen. Klar, ich bin dann weg, aber es geht ja weiter. Rumsitzen geht in meinem Alter ja gar nicht“, betonte der Hesse und verriet: „Auch wenn ich ein paar Dinge im Kopf habe, muss ich es auf mich zukommen lassen.“

Unterstützung für Schumacher

Daumen drücken wird er in Zukunft aber in jedem Fall Kumpel Mick Schumacher – so wie er es aktuell auch schon tut: „Ich wünsche Mick noch ein bisschen mehr Drive für die nächsten Rennen. Leider ist es heutzutage so, dass man nach den letzten Ergebnissen geht und dass die Weitsicht fehlt“, befand Vettel.

Für seinen zwölf Jahre jüngeren Landsmann hatte er viel Lob übrig: „Er lernt, das ist seine absolute Stärke. Der Speed ist auch da. Er kam nach einem schlechten Auftakt gut in Schwung. Aber mit dem Auto ist es auch schwer aufzufallen“, glaubt Vettel: „Ich wünsche ihm ein Auto, in dem er zeigen kann, was er kann.“ (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Am Sonntag in Spa war der Haas das in jedem Fall nicht: Schumacher beendete das Rennen auf Platz 17, eine Position hinter Teamkollege Kevin Magnussen.

Alles zur Formel 1 auf SPORT1.de