Rangnick-Sportdirektor muss gehen

Rangnick-Sportdirektor muss gehen

Unruhe im ÖFB-Camp. Sportdirektor Peter Schöttel muss nach neun Jahren gehen - das soll auch mit Ralf Rangnick zu tun haben.

Sportdirektor Peter Schöttel verlässt den Österreichischen Fußballverband nach neun Jahren. Das gab der Verband am Freitagabend bekannt.

„Der ÖFB und Peter Schöttel gehen künftig getrennte Wege. Diese Entscheidung wurde im Rahmen der heutigen Aufsichtsratssitzung getroffen. Dem Ende der Zusammenarbeit liegen unterschiedliche Vorstellungen hinsichtlich der künftigen strategischen Ausrichtung und Ausgestaltung der Position zugrunde“, schrieb der ÖFB.

Sportdirektor Peter Schöttel (l.) und Teamchef Ralf Rangnick (r.)
Sportdirektor Peter Schöttel (l.) und Teamchef Ralf Rangnick (r.)Sportdirektor Peter Schöttel (l.) und Teamchef Ralf Rangnick (r.)© IMAGO/Beautiful Sports

Hinter der Entscheidung sollen auch Differenzen mit Nationaltrainer Ralf Rangnick stecken – das berichtet zumindest die Krone in Österreich und schrieb schon am Vormittag von einem drohenden „Paukenschlag“. Auf SPORT1-Anfrage kommentierte der Verband die Berichte nicht weiter.

Zoff mit Ralf Rangnick?

Sky-Experte und Ex-Profi Marc Janko zeigte sich über die Vorgänge derweil nicht verwundert: „Wenn man sich hinter den Kulissen umhört, dann ist es nicht wahnsinnig überraschend.“

Mit Schöttel „und Ralf Rangnick hat es nicht so richtig funktioniert“, erklärte der einstige Stürmer weiter: „Es ist schon so, dass Rangnick seit einiger Zeit bei allen Dingen, die ihm wichtig sind, das nicht über den Peter macht, sondern über andere Personen.“ Das Verhältnis zwischen den zwei wichtigsten Männern bei der österreichischen Nationalmannschaft gilt schon länger als beschädigt.

Angefangen hatte Schöttel als Trainer der U19, ehe er zwei Monate später das Amt des Sportdirektors übernahm. Mit Österreich schaffte er zweimal in Folge die Qualifikation zur Europameisterschaft (2021, 2024), wo er jeweils im Achtelfinale scheiterte. Der größte Erfolg kam aber im vergangenen Sommer, als die erste WM-Teilnahme nach 28 Jahren perfekt wurde. Dort schieden die Österreicher im Sechzehntelfinale gegen den späteren Weltmeister Spanien aus.

DEINE MEINUNG

Nachfolger bei Österreich offen

„Ich nehme die getroffene Entscheidung zur Kenntnis. Gleichzeitig möchte ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, insbesondere der Direktion Sport, für die gute und kollegiale Zusammenarbeit in neun sehr erfolgreichen Jahren bedanken“, sagte Schöttel in der offiziellen Mitteilung.

Der Nachfolger des 59-Jährigen ist bislang unbekannt. Laut Krone wird ein Name bereits gehandelt: Sebastian Prödl. Der frühere Innenverteidiger mit langer Werder-Vergangenheit führt seit 2024 die Nachwuchsabteilung der Österreicher an.

Der ÖFB kündigte derweil an, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Josef Pröll über das weitere Vorgehen auf einer Pressekonferenz am kommenden Montag informieren will.

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